Wie wärs damit: Ein Hashtag für Stories, die wegen zu vielen Bekloppten in den Kommentaren aus dem Ruder laufen?
Zum Beispiel: #restorereality
Das Idee ist so simpel wie einfach, wurde aber noch nirgends auf der Welt erfolgreich umgesetzt.
Ihr kennt das: Man liest Kommentare auf Medienwebsites und klinkt sich sofort wieder aus. Leserbriefbrigade zermantscht Gehirn. Schon in der vordigitalen Zeit organisierten Parteien nach dem argumentativen 3-Satz-Baukastensystem Workshops für denkresistente Parteischäfchen.
Sich als Einzelmaske dem Terror widersetzen? Hoffnungslos.
Darum: Wer #restorereality auf Twitter, Facebook etc. benutzt, um eine Geschichte zu verlinken, verpflichtet sich gleichzeitig mindestens einen vernünftigen Gedanken einzubringen. Mehr lässt die 400-Zeichen-Beschränkung vielerorts auch gar nicht zu.
Gemeinsam schaffen wir das. Ich danke.


Gute Idee. Bei euch in der Schweiz ist aber oft eine regional unaufgeklärte Sorte Gesocks unterwegs. Dort am Röstigraben mussten viele nie durch die disziplinierende Schule der Entnazifizierung gehen, deshalb dünken sie sich etwas Besseres, obwohl sie nur exakt ebenso vertreiberisch und rassistisch daherblöken, auch wenn’s zur Abwechslung mal gegen Muslime oder ‘Zigeuner’ geht …
Man braucht nicht tief in der Geschichte zu graben, um festzustellen, dass sich das neofrontistische Gesocks wohl kaum in der kurzen Zeit von selbst aufgelöst hat. Im Gegenteil: Mir will scheinen, heute sind sie in den Regionen und unter der Jungen so gut aufgestellt wie schon lange nicht mehr. Nach den letzten 20 Jahren kryptofaschistischer Plakatkleberei wartet noch ein hartes Stück Aufklärungsarbeit. Solange Geschichtsrevisionisten wie Roger Köppel braune Gestalten wie James Schwarzenbach als ganz normalen Politiker darstellen, und keine Empörung durchs Land weht, steht noch einiges im argen.
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