Er ischs gsi!

Kurz zwei knackige Beispiele wie SVP-Spin funktioniert. Oder: Schuld sind immer die Anderen…

1. Gestern im «Sonntalk» (TeleZüri), Alfred Heer (SVP) im Gespräch über KZ-Twitterer und SVP-Mitglied Mosimann sinngemäss: Man solle sich auch mal anschauen, was alles über Christoph Blocher auf Twitter geschrieben werde. (Tendenzielles Kopfnicken in der Runde über dieses widerliche Internet…)

Das habe ich getan, und kann, zumindest die letzten 192 Stunden (8 Tage, mehr zeigt mir die Twittersuchmaschine nicht an), überhaupt nichts Verdächtiges oder strafrechtlich relevantes entdecken. (Bild anklicken zum vergrössern.)

Motto: Verwedeln. Verharmlosen. Gegenangriff lancieren.

Befragt zum Kristallnacht-Tweet eines anderen SVP-Politikers meinte Christoph Blocher ein paar Tage zuvor auf «TeleBlocher»: Im Parlament habe auch schon ein Politiker, den er jetzt nicht namentlich erwähnen wolle, gesagt, man müsse Blocher «den Grind umdrehen».

Beliebter Kniff aus Blochers Trickkiste: Was ich nicht belegen kann, setze ich als Gerücht in Umlauf. Irgendein Journalist wird es schon aufgreifen.

Ist es nicht erstaunlich, wie einfach es Blocher immer wieder gelingt via «TeleBlocher» Themen in der Sonntagspresse zu lancieren ?

Verwedeln. Verharmlosen. Gegenangriff.

Dabei wollten wir doch eigentlich über die Extremisten in der SVP reden, right?

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18 Antworten zu Er ischs gsi!

  1. “SVP-Spin”? Ha, man kann natürlich alles immer so drehen, dass es ins eigene Feinbild passt nicht wahr?
    Diese perfide “Wir suchen jetzt mal ein bisschen SVP-Dreck in Twitter- und Facebookkommentaren von unbekannten Idioten”-Medienspin-Aktion von Tamedia/Ringier dürftest Du bei allem SVP-Hass durchaus auch mal ein bisschen kritischer hinterfragen.

  2. Soviel ich weiss, und soviel ich auf Twitter mitbekommen habe, hat den rassistischen Dreck niemand aktiv gesucht – der wurde einfach so angeschwemmt. Wie sollten Medien deiner Meinung nach mit rechtsextremen SVP-Exponennten genau umgehen? Eine Auge zudrücken, verschweigen, tabuisieren?

  3. Schon klar, wer nichts finden WILL, der wird auch nichts finden. Hier einige Beispiele: [http://lapatria.org/index.php?article_id=78?155,131]

    Wie sollte man denn mit denen umgehen lieber ugugu??? Auge zudrücken, verschweigen, tabuisieren? Und übrigens; SVP’ler werden im FB akribisch beobachtet, gewisse linksextreme warten nur auf Posts, die sich gegen die SVP verwenden lassen. Die Medien veröffentlichen auch nur diese. Ich weiss, dass die Posts im obigen Link ebenfalls an die Medien gingen. Die Veröffentlichung fand nie statt, weil es nämlich nicht ins Medienkonzept passt, die SVP zu vernichten!!!

  4. @Tell Nachdem du deinen Link nun in 25 Blogs gespamt hast, möchte ich dich ganz diskret darauf aufmerksam machen, dass dies der Kommentarbereich meines Blogs und keine Linkmüllhalde ist. Aus dokumentarischen Zwecken lass ich ihn ausnahmsweise (unverlinkt) stehen. Würde aber ein paar zweifellos dumme Bemerkungen von ein paar Teenagern nicht mit denjenigen von offiziellen SVP-Vertretern gleichsetzen wollen.

  5. Eben, das habe ich mir schon gedacht. Wenn es die anderen tun, sind es natürlich nur ein paar dümliche Teenie-Sprüche, nicht der Rede wert. Geht ja nur (äusserst primitiv) gegen die SVP, deshalb ist das ja schon in Ordnung! Dann wird es einfach als Linkmüllhalde abgetan und verharmlost. Das sind wir uns von euch linksextremen SVP-Hassern gewohnt… So macht Ihr euch alles andere als glaubwürdig!!! Übrigens habe ich dies nur hier gepostet, sonst nirgends!

  6. @Tell: Dann sind es halt deine 25 Brüder im Geiste, vom Stil her hab ich es jetzt einfach mal dir zugeordnet. Jedenfalls sind da ein paar LaPatria-Spammer fleissig an der Arbeit. Gibt das jetzt eine Art Schweizer PI-News? Bring mir das Statement eines linken Politikers, der zu Gewalt aufruft, und ich mach ihn persönlich zur Schnecke.

  7. B. M. war kein aktiver Politiker, A. M. auch nur so halb. Sie waren SVP-Mitglieder. SVP-Politiker rufen nicht zur Gewalt auf, gewisse Mitglieder schon. Genauso wie bei den Linken, die haben sogar schon – im Gegensatz zur SVP – einen Nationalrat niedergeschlagen, Autos von SVP’lern usw. angezünget usw. usw. Aber ich weiss, das ist natürlich etwas ganz anderes, da es gegen die SVP und gegen Schweizer geht. Auch vor lauter SVP-Hass müssten solche Tendenzen auch von linker Seite verurteilt werden… Und der Andy Tschümperlin z.B. wollte Blocher ja auch den Grind umdrehen, aber das war ja selbstverständlich nur Spass. Und die Kinderfi..er von der SP, die Kindern schlimmes angetan haben, werden von den Medien auch geschützt, da wird Namen, Wohnort usw. tunlichst verschwiegen. Wenn einer von der SVP etwas falsches und dummes sagt, folgt die Meldung mit Foto, Wohnort, Beruf usw. SVP’ler verlieren ihren Job und die gesamte Existenz, auch wenn sie noch nicht verurteilt wurden. Für die SVP gilt die Unschuldsvermutung nie! Das ist eine Entwicklung, die es in den 30-er Jahren schon einmal gegeben hat. Damals waren es Juden, heute SVP’ler!!! Beide male kam die Gewalt von Links!!!!!

  8. Der Vollständigkeit halber hier auch noch das q.e.d zum «Er ischs gsi» – Pressemitteilung der SVP, letzter Abschnitt ist übertitelt mit «Vor der eigenen Türe wischen» und geht – natürlich – mal wieder an «die anderen…»
    http://bit.ly/NeTgGt

  9. @Tell: Nur mal so als Hinweis: In einem mündlichen Gespräch kann man den politischen Gegner mit wild durcheinanderverschwurbelten Versatzstücken an die Wand schreien. Schriftlich funktioniert das Prinzip “Arena” leider nicht. Noch kurz zu den Fakten: 1. Wirst Du mir weder eine/n linke/n Schweizer Politiker/in, noch ein simples Parteimitglied nennen können, welches Gewalt befürwortet oder dazu aufruft. 2. In der SVP sind soeben zwei rechtsextreme Gestalten mit ziemlich düsteren/kranken Gewaltphantasien aufgeflogen.

    Darf ich noch erwähnen, dass dich dein letzter Satz, wenn er denn so gemeint ist, als lupenreiner Vollhonk entlarvt?

  10. @Tell
    Die Gewalt gegen Juden kam nicht von Links. Sie Idiot. Die NSDAP war rechts nicht links. Und beide waren gut vernetze SVP-Mitglieder, vor allem Alexander Müller, er war immerhin Schulpfleger.

    Geschichtsrevisionisten wie sie sind unglaublich.

  11. @Tell
    “B. M. war kein aktiver Politiker, A. M. auch nur so halb. Sie waren SVP-Mitglieder.” In diesem Fall ist es, glaube ich, nicht so wichtig, ob die beiden aktive Politiker waren. Wichtig ist, dass beide gerne wissen liessen, dass sie in der SVP aktiv waren.

    @Marcel Bührig
    “Sie Idiot” ist auch nicht gerade feiner Stil!

  12. @Tell
    “Wenn einer von der SVP etwas falsches und dummes sagt, folgt die Meldung mit Foto, Wohnort, Beruf usw. SVP’ler verlieren ihren Job und die gesamte Existenz, auch wenn sie noch nicht verurteilt wurden.” Die SVP-Follower haben lange genug Zeit gehabt, auf den Schulpfleger mit Nachdruck mässigend einzuwirken. Dass es mal knallt, war nur eine Frage der Zeit. Solidarität unter Parteimitgliedern sollte mehr sein als nur Beifall klatschen und dann rausschmeissen.

    Auch Stammtischgelabber in einer Dorfbeiz kann Öffentlichkeitscharakter haben, wenn so laut gesprochen wird, dass alle, inkl. der Reporter des Lokalblattes, es hören.

  13. Aha, sozialistische Arbeiterpartei war also rechts. Klar, die Linken haben es eben geschafft, die Geschichte zu verfälschen!!! Ranghohe Nazi-Funktionäre haben sich selber als Linke bezeichnet!!! Und klar, keiner vom schwarzen Block, die immer wieder Gewaltorgien veranstalten, ist Mitglied der SP! Ihr seid sowas von unglaubwürdig mit solch dämlichen Aussagen, da nützt es echt nichts mehr, hier noch weiter zu diskutieren!!!

  14. Pingback: Manitu Blocher hat doch ein Problem | Journalistenschredder

  15. Aha, sozialistische Arbeiterpartei war also rechts. Klar, die Linken haben es eben geschafft, die Geschichte zu verfälschen!!!

    Jesses! Das meint der doch nicht ernst?

  16. Jesses! Das meint der doch nicht ernst?

    Doch. Tut er.

    Leider.

    Und wie immer hatte Hegel was, wenn er von der ‘Last des Begriffs’ sprach. Für manche ist diese Last und die Bringschuld die man hat, wenn man welche verwendet, von denen man keinen blassen Schimmer hat, einfach zuviel. Qed.

  17. Kein Wunder bringt der Tell alles durcheinander. Man lese heute den ersten Abschnitt der Blick-Titelgeschichte:
    «Bevölkerung und Polizisten sind frustriert. Kleinkriminelle machen den Schweizern das Leben schwer. In der Mehrzahl sind es Asylbewerber und Kriminaltouristen: Sie stehlen, brechen ein, begehen Überfälle und entwenden Autos. Viele von ihnen sind Wiederholungstäter.»

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