Monatsarchiv: November 2010

SVP Parteiprogramm 2011

(via Wikileaks Wahrscheinlich)

Journischredder presents Kris Shred

Und jetzt das ganze mit noch etwas Anlauf.

Basel Clan

Sommsalabim! Constantin Seibt’s feinsinnige  Portrait über Markus Somm auf sämtlichen Newsnetzkanälen verschwunden. Somm’s Gegendarstellung ebenfalls futsch. Was ist  da los? Waren  es die Höllenhunde von Moritz Suter?

Die BaZ-, BloZ-, MoZ-Story verkommt langsam zur Primetime-Soap-Opera. An wen vererbt Moritz Suter das Blatt? In welcher Staffel tauchen Tettamanti und Blocher wieder auf? Niemand weiss es, und genau das macht es so spannend.

Mein Lieblingssatz aus Episode 15 ist  immer noch:

«Niemand plant hier ein Parteiblatt, weder für Basel noch für die ganze Schweiz.»

Historiker Geschichtsklitterer Somm sollte sich der Tragweite einer solch gewagten Aussage bewusst sein. Aber ist ja auch nur ein Laienschauspieler, spätestens in Staffel 38 ist Somm weg. Wetten?

Update: Das Somm-Portrait ist wieder aufgeschaltet. Komische Sache. Vermutlich ein Problem mit dem Zensurregler für die bazonline-Leser. Die ja bekanntlich nur im Baselnetz surfen…

Alles ausser 2 x NEIN heisst SVP stärken

Peter Bichsel ist mein Zeuge. Wenn 25% Prozent von insgesamt 70% Nicht-SVP-Wählern 2 x Nein stimmen und  26% den vermaledeiten Gegenvorschlag unterstützen, schifft die kackbraune SVP-Initiative ab. Mit anderen Worten: Höchstens jeder vierte Nicht-SVP-Wähler darf am Sonntag  kackbraun abstimmen, sonst ist hier bald einmal Game Over.

Vermutlich hilft nur noch Baby-Sprache

  1. Werden in unseren Spitälern zwei Sorten Kinder geboren?
  2. Wer will Schellen-Ursli ausschaffen?
  3. Das «realpolitische» JA zum Gegenvorschlag ist realpolitisch Quark.

Bitte weitertapezieren, danke.

Wir tapezieren die Schweiz. Wer macht mit?

Noch mehr kluge Köpfe verderben den Brei: Ebenfalls 2xNein zu Ausschaffungsinitiative und Gegenvorschlag sagen  Rosa Parks, Nelson Mandela, Bob Marley, Naom Chomsky und viele mehr…

Zum Ausdrucken in Flyergrösse (PDF)

Zum Ausdrucken in Plakatgrösse (PDF, Gandhi)

Zum Teilen auf Facebook.

Volch vs. Blocher, Somm & Co.

64 zu 3 dünkt mich jetzt zwar schon ein recht eindeutiges Resultat…

Die Reaktionen der Basler Bevölkerung auf das Bekanntwerden des Beratungsmandats der von von Christoph Blocher präsidierten Firma Robinvest sind massiv. Zahlreiche BaZ-Leser haben ihr Abonnement gekündigt, im Internet haben mehr als 4000 Menschen den Aufruf „Rettet Basel – für eine SVP-unabhängige Zeitung“ unterschrieben und in Restaurants der Stadt werden Buttons mit der Aufschrift „Blocher Zeitung – Nein Danke!“ verkauft.

Das Treffen mit Verleger Martin Wagner und Chefredaktor Markus Somm von heute Vormittag hat die schwerwiegenden Bedenken der Redaktion der Basler Zeitung gegen das Beratungsmandat der Firma Robinvest nicht ausräumen können. Die Redaktion hat den Verleger in einem Brief daher aufgefordert, das Beratungsmandat unverzüglich zu beenden und öffentlich zu garantieren, dass Christoph Blocher in keiner Art und Weise in unser Unternehmen involviert ist. Wir haben zur Kenntnis genommen, dass Verleger Martin Wagner die journalistische Unabhängigkeit der Redaktion garantiert.

Die Redaktion beurteilt das Vertrauensverhältnis zu Chefredaktor Markus Somm weiterhin als gestört. Sie wird dennoch das Gespräch mit Markus Somm suchen.

Der Brief an den Verleger wurde von der Redaktionsversammlung mit 64 zu 3 Stimmen verabschiedet.

Die Redaktion der Basler Zeitung [via]

…vielleicht sollte man aber doch noch das Volch darüber abstimmen lassen?

Modeaccessoir der Stunde: BloZ Nein Danke!

Gibts nur auf Bloz.ch oder im Rettet-Basel-Shop.

Aufstand @BloZ

«Eine Antwort von Ihnen erwarten wir bis heute Montagabend, den 15 November, 18 Uhr.» Das wäre in zirka drei Stunden.

Das isch äbe Demokratie

A-Initiative 2xNein (Part III), find ich jetzt fast noch primatischer als Teil I & II. Und nicht vergessen: Brieflich abstimmen noch diese Woche; ins Couvert und ab damit in die gelbe Box. Sonst holt dich der Demokratiesamichlaus!

Rechts, zwo, drei, vier…

Zu knackig ist die Schlagzeile auf BaZ-Online, wie ZPV und Infamy gleichzeitig bemerken, weshalb ich ebenfalls eine Sicherungskopie davon haben muss.

Hätte vor fünf Jahren jemand spekuliert, 2010  stehe die drittgrösste Schweizer Stadt ohne ernsthafte publizistische Stimme ohne Zeitung da, er wäre wohl für verrückt erklärt worden. Totentanz-Forscher Christoph Mörgeli hat aber sicher bereits ein Abo zugesichert, wenn nicht gar eine Kolumne reserviert. Ein klarer Fall für Robidog.

Interessant zu beobachten ausserdem: Welche/r Journalist/in zu welchem Zeitpunkt abspringt. In meinem Hinterkopf ist bis heute mehr oder weniger feinsäuberlich gespeichert, wer wie lange Köppel, Blocher & und Co. die Stange bei der Xenophobiewoche gehalten hat.  Einfach so, für mich.

Wa’sch los Schwiiz?

Wo man singt, dort lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.

Franz Hohler – Gegenvorschlag

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 121 Abs. 3-5 (neu)

I

3. Im Wissen darum, dass ohne sie

a. weder Häuser, Strassen noch Tunnels gebaut würden,

b. weder Spitäler, Alters- und Pflegeheime, Hotels und
Restaurants betrieben würden,

c. weder Abfall, Reinigung, Verkehr und Informatik bewältigt
würden,

bedankt sich die Eidgenossenschaft bei allen Ausländerinnen und Ausländern, die hier arbeiten. Sie gibt ihrer Freude darüber Ausdruck, dass sie mit ihrer Tätigkeit das Leben in unserm Lande ermöglichen und heisst sie als Teilnehmer dieses Lebens willkommen.

4.  Sie hofft, dass es ihnen gelingt, sich mit den hiesigen Gebräuchen
vertraut zu machen, ohne dass sie ihre Herkunft verleugnen müssen.

5.  Sollten sie straffällig werden, unterliegen sie denselben gesetzlichen
Bestimmungen wie die Schweizer Bürgerinnen und Bürger.

II
Übergangsbestimmungen:

Dieser Gegenvorschlag bedarf nicht der Volksabstimmung. Er tritt für jedermann vom Moment an in Kraft, da er dessen Richtigkeit erkannt hat.

(Bild und Text gefunden im Twitterstream von @chnoch & @fabian_fellmann.)

Fragen aus dem Mittelstand Unterstand

Liebe Parteipräsidenten – Minimal 5 Promille Steuern auf zwei oder mehr Millionen Vermögen ist Sozialismus? Na dann, her damit!

Idiot Reader = Idiot Customer

Aus der nicht speziell weltbewegenden Serie: «Für wie bescheuert halten Werber ihre potentiellen Kunden und 20 Minuten seine Leser».

Flasche leer, Schnauze voll

Ich setz dann mal eine Kopfgeldprämie in Umlauf: Wer CVP, FDP, BDP, Grünliberale und neuerdings Teile der SP aus der unterdessen 20 Jahre dauernden SVP-Geiselhaft befreit, erhält gratis und franko einen Rechtsstaat (inklusive Demokratie!). Über die professionellen Schreibkräfte, welche diesen unwürdigen Zustand grossmehrheitlich unkritisch begleiten, wäre damit noch nichts gesagt. Allerdings fällt es mir auch schwer, in Worte zu fassen, wie sehr mich all die in diesen Jahren mutlos ausgeschwitzten Einerseits-Andererseits-Kommentare beelenden. Gegen den Strom schwimmen, sollte baldmöglichst an Journalistenschulen als Hauptfach unterrichtet werden.  Aber natürlich nicht  Arm-, Bein- und Kopfloses Wasserfallaufwärtsschwaddern à la WeWo. Vielleicht sollte ich einfach weniger Zeitungen lesen und mehr Youtube gucken. Und wer ist eigentlich dafür verantwortlich, dass Duracell-Hetzer wie Hans Fehr, Christoph Mörgeli oder Natalie Ricklin  pausenlos alle TV-Kanäle verstopfen?