Ein Herzog erklärt sich

Dachte ich bei der Lektüre dieses Artikels in der «Zeit» letzte Woche ausserdem: Bei dem bimmelts wohl mächtig im architektonischen Oberstübchen. Bliebe noch ganz grundsätzlich die Frage zu klären, warum die «Zeit» (Ausgabe Schweiz) Visionären eine Plattform bietet, die in ihrer Freizeit prunkvolle Sporttempel für Mörderregime aus dem Boden klotzen…

3 Antworten zu Ein Herzog erklärt sich

  1. Nun ja , die Rede hab ich nicht ganz gehört. Also kommentiere ich auch nicht, was die Baz darüber schreibt (oder infamy, oder sonstwer). Den Text in der Zeit find ich lesenswert, auch wenn viele der Punkte, die Herzog anspricht, eigentlich längst bekannt sind.
    Und ja: Schrebergärtenvereinigungen gegenüber bin ich auch latent-aggressiv eingestellt (wenn in Zürich 200 Schrebergärten ein Stadionbau verhindern wollen, obwohl ihr Garten am sorry be********* Ort der Stadt ist, dann…).
    Ob man in China bauen soll, muss wohl jeder Architekt für sich selbst entscheiden (jeder tuts….). Tatsache ist aber, dass die beiden Adligen die momentan global bekanntesten und erfolgreichsten Architekten der Schweiz sind. Wenn sie auch noch etwas zum intellektuellen Diskurs beitragen möchten und sich nicht nur mit Häusle bauen begnügen, ist mir dies noch so willkommen. In der Schweiz exponieren sich viel zu wenige echte “Experten” mit ihrer persönlichen, visionären (?) Meinung. Anstatt das Feld halbschlauen Politikern zu überlassen, sollten sich die im jeweiligen Gebiet profiliertesten Köpfe zu Wort melden. Die Raumplanung ist ein Riesenproblem in der Schweiz. Der Raum ist ein kostbares Gut und der Umgang mit dieser beschränkten Ressource ist tatsächlich symptomatisch für viele bedauerliche Entwicklungen in diesem Land. Oder Ausdruck eines Grundübels, oder was weiss ich. In diesem Sinne begrüsse ich diesen Artikel, wie auch die Idee der gesamten Artikelserie der ZEIT, ob jetzt die Autoren Duzfreunde mit Herr Teusen sind oder nicht, ist für einmal egal, solange die Qualität der Beiträge stimmt….

  2. Ach, und im Tagi hat kürzlich einer der Architektengilde (hab vergessen, welcher) Graubünden zum Vorhof und Erholungsparadies für Zürcher erklärt. Eine andere Funktion hat er nicht gefunden für den Kanton. Ich habe mit den Schultern gezuckt und weitergeblättert.

  3. Hildebrandt

    Jedenfalls gabs schon mal einen berühmten Schweizer Architekten mit einer Neigung zum Totalitären, er hiess nicht von aber immerhin Le und mit Nachnamen Corbusier, amtlich beglaubigter Hitlerversteher.

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