Pardon, ab sofort nur noch Dr. Peter Hogenkamp, FDP-Mitglied in spe.
Damit dürfte für «NZZ-Online» schon mal vom Tisch sein…
- Unausgegorene PaidContent-Träumereien à la Merdoch.
- Übermässige Heilserwartungen an Produkte mit angebissenem Apfel.
- Artikel ohne Links.
- Zielloses Shoppen irgendwelcher Onlinebuden.
- Blogbashing.
Tendenziell steigen dürfte die Anzahl Twitter-Accounts und ähnlicher Gimmicks innerhalb der NZZ-Redaktion. Wollen die Erwartungshaltung mal nicht zu hoch schrauben: Mögen digitale Gräben zugeschüttet, und möglichst viele, allenfalls den technischen Möglichkeiten etwas angepasste, journalistische Eigengewächse kreiert werden. Die alte Tante darf ruhig mal etwas durchgeschüttelt werden. Not to shaky times wünsche ich dazu schon mal.

Auweia. Ein Evangelist. Man möge mir das Misstrauen durchgehen lassen. Ich mag keine Evangelisten, auch nicht, wenn ein “Online” davor steht. Keine Vorschusslorbeeren von mir, sondern erst mal eine kritisch abwartende Haltung.
peter ist ein klassischer subtraktionist im gewand eines apostel blogger: http://blog.rebell.tv/p13082.html
die “alte tante” reagiert auf schlechte nachrichten mit optimismus und “mehr des selben”. das ist das gegenteil von liberal. liberale würden auf schlechte nachrichten mit aktivismus reagieren. (ich freue mich für peter, aber) für die NZZ ist das die bestätigung der letzten personellen änderungen in der leitung…
Schließe mich Zappadong an – finde Peter Hogenkamp spannend, suche aber immer noch nach einer Lösung auf die Frage, welche Probleme denn Social Media löst; wozu man einen Twitter-Account braucht. Vielleicht habe ich das aber auch übersehen und jemand kann mir auf die Sprünge helfen.
Ich denke nicht, dass Hogenkamp sich als “Evangelist” sieht und sich so nennen würde (scheint mir sowieso Ami-Slang zu sein). Für mich ist Hogenkamp ein unideologischer, aber neugieriger und risikofreudiger Unternehmer.
@sms: Was hat der Link mit Hogenkamp zu tun?
Pingback: Zürcher Presseverein » Wird NZZ jetzt Social Media?
@phwampfler: Genau solche Fragen zu beantworten, wird künftig zu Hogenkamps Aufgabenbereich gehören. Braucht die NZZ Twitter? Und wenn ja, was stellt die NZZ damit an.
Etwas Experimentierfreude gehört da sicher mit dazu, und, was auch immer etwas vergessen geht: Das nötige Personal, um allfällige Ideen umzusetzen. Jedenfalls ist mir bis heute relativ schleierhaft, was mir die NZZ mit ihrer Blogkakophonie genau mitteilen will: Ein paar Studiblogs, ein Blog vom Nil, ein Blog aus dem Kloster, ein bloggender PR-Mann, ein Techblog – und alles mit irgendwie sehr unregelmässigen Updates. Mit Verlaub, und ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Das ist mir alles etwas zu unkonkret.
Das stimmt natürlich, dass er die Fragen wohl erst jetzt beantworten kann. Bisher musste er Twitter ja wohl verkaufen – also musste es dafür auch einen »demand« geben…
Wird Peter Hogenkamp nun endlich Schweizer?
Gibt es bei der NZZ endlich besseres zu Essen (Insider: new nork eats)?
Ist EBalance bei der NZZ ein Fring Benefit?
Was verdient man im NZZ Umfeld von FDP und UBS?
Im xten Anlauf doch onch Dr. oec. zu werden hat sich für Peter Hogenkamp gelohnt. Gibt es die Arbeit eigentli als SOcial Media zu lesen?
Kann aus dem Unternehmer mit unterschiedlichen Erfolg (Zeit erfoltreich, Blogwerk nicht) ein erfolgreicher Angestellter bei einem mittelgrossen Konzern werden?
Wann und wohin wird Blokwerk verkauft?
Setzt die NZZ jetzt auch auf deutsche Praktikanten, die prekr arbieten?
Erhält Peter Hogenkamp ein NZZ Kürzel (.hogi)?
Viele Fragen!
Aber genug miserabel gewitzelt. Ernsthaft: Viel Erfolg an Peter Hogenkamp. Hoffentli der richtige Man am Richtigen Ort! Die NZ hat es bitter notwendig!
@PeterFrey: Die Firma heisst meines Wissens Zeix. Und die Blogwerker sind wohl eher mit voller Wucht in den Konjunkturhammer gelaufen. Weshalb auch die von mir geschätzte Medienlese viel zu früh eingestellt wurde. Netzwertig dümpelt auch ein wenig, die anderen Blogs verfolge ich nicht wirklich.
In den bis noch vor ganz wenigen Jahren hermetisch abgeschirmten Anzeigenmarkt einzudringen, war sicher nicht ganz einfach, zollt Hogenkamp aber doch Respekt ab. Gegenfrage: Wer wäre denn deiner Ansicht nach von den Qualifikationen her geeigneter gewesen für diesen Job? Irgendein Brancheninterner Chefsessel-Hopser? Nä, auf einen “Blogger” zu setzen, scheint mir da mutiger und richtiger.
Pingback: Gedankenblitze: Von Netzen und Fischern «
> Und die Blogwerker sind wohl eher mit voller Wucht in den Konjunkturhammer gelaufen.
Die Rezession gilt ja als tolle Ausrede für alles. Warum also nicht auch für den mässigen Erfolg eines Blognetzwerkes, dessen erfolgreichstes Produkt aus bei Gizmodo abgeschriebenen Praktikanten-Textli besteht?
Dass “Hogi” Blogger ist, heisst das noch gar nichts. Weder im guten wie im schlechten. Mich irritieren aber die unkritischen Vorschusslorbeeren der sonst doch ach so kritischen Bloggern. Naja, Szenis halt, Säuhäfelisäudeckeli…
@M: Zumindest darf man ja noch feststellen, dass die Lancierung des Unternehmens “Blogwerk” nicht gerade von der Konjunktur begünstigt wurde. Netzwertig als reinen Gizmodo-Klon zu bezeichnen ist jetzt auch etwas arg übertrieben. BTW: Gizmodo in deutscher Sprache, gibts die eigentlich noch?
Ist Blogwerk erfolgreich? Hm, naja, kommt immer auch etwas darauf an, woran man es misst. Ungefähr im gleichen Zeitraum wurde, nur um ein Beispiel zu nennen, in ein unterdessen eingestanztes Gratiszeitungsprojekt wie «.ch» -zig Millionen verlocht. Blogwerk existiert dagegen noch.
Oh, hier läuft ja fast eine richtige Diskussion. Super.
Die Frage, ob eBalance ein «Fringe Benefit» ist, ist ein ziemlich guter Witz, «Peter Frey» (ehrlich!), da sehe ich gern mahl von einem Duzend Tipfelern ab. eBalance ist übrigens ein Kunde von «Blokwerk», schon vor der ganzen anderen Diskussion.
Die Wahrheit über Blogwerk, falls sie denn interessiert, lässt sich übrigens in exakt drei Aussagen zusammenfassen:
1. Die Blogs waren und sind am Lesermarkt erfolgreich, am Werbemarkt aber zu wenig, was in der Summe zu einer «schwarzen Null» führt. (Wir haben aber sehr viel gelernt in den letzten vier Jahren über den «Long Tail», der inzwischen substanzielle Einnahmen generiert. Das kann nicht schaden.)
2. Das Agenturgeschäft für Firmenkunden (Konzeption, Technik, Redaktion) ist sehr erfolgreich.
3. Inwiefern 1 zum Erfolg von 2 beiträgt, lässt sich nicht mit letzter Gewissheit sagen.
Ich finde es dennoch angenehm, dass wir nicht nur Social-Media-Experten per Selbstdeklaration sind, wie man sie heute an jeder Ecke findet, sondern mit den Blogs schon seit vier Jahren Erfahrungen auf einer recht grossen Skala gesammelt haben.
Ich freue mich immer, wenn die richtigen Fragen gestellt werden, hier oder anderswo. Ich habe auch viele.
Weiss jetzt schon, dass ich noch in viele Hammer laufen werde bei «den Bloggern», insbesondere, wenn ich sehe, wie viele Projekte dort drüben schon sehr weit gediehen sind, obwohl sie erst in mehreren Monaten live gehen. Wenn diese nicht völlig perfekt rauskommen (und wann wäre das schon jemals der Fall gewesen), werde ich dafür Prügel einstecken im Sinne von: Aha, Hogenkamp kann es kein bisschen besser. Man weiss also jetzt schon, dass Zappadong recht behalten wird. Aber eine kritische Grundhaltung ist ja auch nie verkehrt.
Was mich womöglich unterscheidet von anderen Leuten in gewissen Elfenbeintürmen, und damit meine ich bei weitem nicht nur die NZZ, ist, dass ich gelernt habe, dass bei allem Ärger über gelegentliche dumme, unqualifizierte, anonyme, beleidigende oder was auch immer Kommentare (damit meine ich explizit _nicht_ diese hier) der Diskurs, zumal der öffentliche, zu guten Einsichten führt. Den werde ich daher auf jeden Fall möglichst schnell auch für die NZZ anschieben.
Schönen verschifften Sonntag (aus einer eben eingetroffenen Mail von Chregu Stocker, Liip, abgekupfert) Euch allen.
Ach ja, die Dissertation, gibt es hier: http://aleph.unisg.ch/F?func=direct&doc_library=HSB01&doc_number=000481403, aber klassisch auf Papier. Habe mich so über die Gebührenpolitik der HSG geärgert, dass ich die Arbeit nur gedruckt eingereicht habe, obwohl das natürlich teurer war.
@ ähm, weil ich jetzt grad ziemlich direkt angesprochen bin: Wie soll ich recht behalten, wenn ich einfach mal sage, dass ich kritisch abwarte? Man kann mich durchaus überzeugen …
Verstehe ich das richtig:
a) knapp 500 Franken hätte eine elektronische Publikation gekostet. Dieser Option haben Sie aber ein Druck von 100 Exemplaren (zu welchem Preis, wenn man fragen darf?) vorgezogen – um ein politisches Zeichen gegen zu hohe Gebühren zu setzen?
b) Sie haben die Dissertation noch immer nicht online verfügbar gemacht – um immer noch ein politisches Zeichen gegen hohe Gebühren zu setzen?
Weiss nicht, wieso wir jetzt über meine Diss diskutieren sollten.
Ich kann Dir aber bei vertieftem Interesse gern ein Exemplar schicken, phwampfler, bitte Postadresse per E-Mail mitteilen.
Danke für das Angebot; ich werde aber demnächst mal in der ZB darin blättern.
Das Angebot interpretiere ich mal nicht weiter, da eine Diskussion unerwünscht scheint.