Monatsarchiv: April 2010

Ein Sargnagel für die SuisseID

Schon dieser Jeton- und ID-Firlefanz beim Zigarettenkauf nervt mich gewaltig. Therefore i say to you: Back off SuisseID! (Ein paar starke Argumente stehen schon mal dort in diesem Blog, aber längst noch nicht alle.)

Nachgefragt

Roger Köppel erhält den Preis für Wirtschaftspublistik von der Ludwig-Erhard-Stiftung, wie die Weltwoche heute via Twitter mitteilt. Das dürfte jetzt einige etwas erstaunen. Ich hingegen finde, Roger Köppel hat den Preis verdient. Der Mann hat’s sonst nicht leicht im Leben: Vom Sport- (NZZ) zum Kultur- (Tagi) bis zum Allerleijournalist (Welt) und Verleger (Weltwoche) in so wenigen Jahren. Jetzt muss er sich auch noch mit Ökonomie rumschlagen.  Weshalb ich subito bei der Jury nachgefragt habe, für welche publizistische Meisterleistung im speziellen denn dieser Preis vergeben wurde. Sobald eine Antwort eintrifft, werde ich sämtliche Text hier veröffentlichen verlinken. Inschallah.

Update, 29. April 2010: Post von der Ludwig-Erhard-Stiftung…

Sehr geehrter Herr Ugugu Kowalski,

die Jury hat Roger Köppel den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik nicht für einzelne Beiträge aus seiner Feder zuerkannt, sondern wegen seines publizistischen Eintretens für Freiheit und Verantwortung. Damit trägt er bei zur öffentlichen Debatte um eine auf Wettbewerb bauende Wirtschaftsordnung als tragende Säule einer freiheitlichen Staats- und Gesellschaftverfassung.

Mit freundlichen Grüßen

Gezeichnet Frau XXX

Zu verlinken gibts also nix. Eine Frage hätte ich aber trotzdem noch…

Sehr geehrte Frau XXX

Besten Dank für Ihre umgehende Antwort. Herr Köppel erhält den Preis also weniger aufgrund seiner Texte zur Ökonomie («Am Ende ist Wirtschaft Krieg»), sondern mehr so allgemein für sein  Eintreten  für Freiheit («Ausländische Kinder dürfen erst dann eingeschult werden, wenn sie eine Landessprache sprechen.») und Verantwortung («Der Islam ist eine gefährliche Religion»).

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Der Preis für Wirtschaftspublizistik der Ludwig-Erhard-Stiftung  an Herrn Köppel geht absolut in Ordnung.  Sehr absolut sogar. Immerhin wurde Herr Köppel erst kürzlich in einer Online-Umfrage zum grössten Schweizer Intellektuellen aller Zeiten gewählt.

Weshalb ich fragen wollte: Haben Sie nicht noch andere Preise?

Mit freundlichen Grüssen

Ugugu Kowalski

Auf Wiedersehen @Wochenzeitung

Machen wirs kurz und schmerzlos: Nach der Deutschen Bahn, halte ich den Zeitpunkt für richtig, auch den Twitter-Account der WoZ (@wochenzeitung) zu resozialisieren. Ich bin mir fast sicher, bei den Bloggern von @nationofswine ist er in den richtigen Händen. Mögen die WoZ-Leser auf ihre Anfragen endlich vernünftige und kompetente Antworten erhalten…

Und nächstes Mal erzähle ich euch – aber wie gesagt: nächstes Mal. #Twittergatherer

Ixquicken statt googlen

Im Grunde ist es ganz einfach: Einfach als Startseite festlegen, oder direkt in den Browser pfriemeln und schon hat man die Datenkrake besiegt. Rückfälle in den ersten Wochen sind normal, danach gehts aber auch ohne. Trust me, i am evil.

Sonntagslektüre

«Weltweit starren Manager fassungslos auf die Firma Semco: Was dort passiert, widerspricht allem, an was sie glauben. Die 3000 Mitarbeiter wählen ihre Vorgesetzten, bestimmen ihre eigenen Arbeitszeiten und Gehälter. Es gibt keine Geschäftspläne, keine Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Alle Gewinne werden per Abstimmung aufgeteilt, die Gehälter und sämtliche Geschäftsbücher sind für alle einsehbar, die Emails dafür strikt privat und wie viel Geld die Mitarbeiter für Geschäftsreisen oder ihre Computer ausgeben, ist ihnen selbst überlassen.» [Weiter...] (via)

Ausser Rand und Bank

Dass sich deutschsprachige Newsplattformen freiwillig vor den Karren konservativer Think-Thanks, Bankster und Politiker spannen lassen, ist das eine. Dass sie dabei die Schmuddelkampagne gegen die amerikanische Börsenaufsicht (Security Exchange Commission) bzw. den dazu von der Presseagentur dpp gelieferten Text (Bsp. Newsnetz) nicht einmal durchlesen, das andere.

Prison Valley

Eine abgeschiedene Gegend mit 36.000 Seelen und 13 Gefängnissen, wie z. B. das «Supermax», das neue Alcatraz Amerikas. Eine Gefängnis-Stadt, in der selbst die, die draußen sind, drinnen leben. Ein Vorgeschmack dessen, wie die Welt von morgen aussehen könnte.

Must see. (via)

Habemus Doubletrouble

Was ist der Unterschied zwischen Axel Springer und der Katholischen Kirche? Gibt es nicht, beide gehen immer auf die Kleinen absolute Satisfaktion Benediktion gibts nur gegen Bares.

It’s the rhyme, frankyboy!

Auf dem hohen Newsroomthrone,

sitzen sieben Newsroomklone,

die geschäftig  Klonews klonen,

weil die News vom Throne lohnen.

Äxgüsi, Frank A. Meyer, aber Aufklärung reimt sich niemals (sic!) auf Journalismus.

Projektname Panini

(So. Mit dem Headerbild bin ich noch nicht ganz zufrieden. Alle Bilder und Videos in älteren Einträgen sind zu breit. Sollen sie doch. Nur nicht nach unten scrollen und schon gar nicht planlos via Suchmaschine hierher kommen. Hab keine Lust das ganze Archiv subito aufzuräumen. Später vielleicht.)

Anderes Thema:  Das grosse Zeitungs-Rumgeschubse im Grossraum Zürich-Mostindien lief unter dem Projektnamen «Panini». Stand heute in der Zeitung. Dazu gab es ein grosses Foto mit fünf breit grinsenden Verlagsmanagern.

Im Interview dazu sagte einer dieser gutgelaunten Grinseköppe:

«Um Kosten zu senken, werden wir um einen Stellenabbau vermutlich nicht herumkommen»,

oder auch:

«Sinn macht die Zusammenarbeit unter einem Dach, weil hinter all diesen Traditionstiteln eine Wertschöpfungskette steht. Diese reicht vom Einkauf des Papiers über den Druck bis hin zum Verlag und zur Redaktion. Wir werden herausfinden, wo wir die Wertschöpfungskette effizienter und kostengünstiger machen können…»

Dann hab ich die Zeitung weggeworfen und ein Paninialbum gekauft.

Vorsicht Baustelle

Ich frickel mal etwas am Bloglayout rum. Sie dürfen aber gerne stehen bleiben, in die Baugrube glotzen und rummeinen. Kostjanix.

Kim Jong CHil

Nordkoreas next Dictator spricht (möglicherweise) Schweizerdeutsch. Glaubst du nicht? Und wenn wir schon am spekulieren sind: War Blochers Koreareisli vielleicht doch nicht ganz privater sondern eher geschäftlicher Natur?

Oh, ein Pflänzchen

Und dann gibt es noch die Zeitschriften, die man irgendwann ungefragt erhält. Was an und für sich eine nette Geste ist. Und trotzdem möchte man gerne wissen, wer da seine Adressdatenbank unvorsichtig gehütet hat? Wie auch immer, einige Artikel in der zugestellten «Debatte» fand ich jetzt doch recht ansprechend, andere weniger.

Zum Beispiel den Artikel über die Firma Molino AG, welche ihre Mitarbeiter statt nach Qualifikation nach ethnischen Kriterien selektiert, und deshalb künftig ihre Pizzen direkt in den Müll kippen kann, weil ich von solchen Idioten sicher nichts mehr runterwürg. Oder eine kleine historische Abhandlung, warum es den Gewerkschaften in der Basler Chemie nie mehr gelungen ist richtig Fuss zu fassen.

Von der Redaktion fälschlicherweise ans Ende der Ausgabe gesetzt, weil hochspannend, fand ich den Artikel über die neue Blockwartmentalität in Schweizer Kinderzimmern. Zumindest ist die These, dass man mit solch drastischen Erziehungsmethoden eine ganze Generation emotionaler Krüppel heranzüchtet, durchaus einleuchtend. Lesen.

Wer auch immer die Bewegung für den Sozialismus (Herausgeberin) sein mag, für die vierteljährliche Zeitschrift «Debatte» drück ich jetzt einfach mal spontan 20 Franken ab.

Reader’s Digest

Irgendwie via Khalif Atkins im trümmligen Angsthasenblatt für Rechtsnationale gelandet…

«Was für eine herzallerliebste Collage, welche die Weltwoche den beiden ‚Vogels’, äh Vögeln aus dem Islamischen Zentralrat gewidmet hat. Feuchtfröhlich zusammengekleisterte Gerüchte und Angaben aus zweifelhaften Quellen; wer braucht da noch Fakten? Blancho und sein Busenfreund, können sich für diese epische Darstellung in der Weltwoche nur bedanken: Schliesslich lebt dieser Rat vor allem in den Medien. Würde man den Möchtegernkalifen einfach ignorieren, dann wäre der Monsieur einfach nur ein Loser, der auf Kosten seiner Eltern lebt. Helvetia darf sich nicht vor Zahnstochern fürchten.» (Leser auf Wewo-Online)

Bin Ladens PR-Agentur in Zürich !?!

Wo ist hier den nächste Weg zur Tränke (Schari’a) ? Fünf Grosse und fünfhundert Jungfrauen, bitte.

You and Us and Me

Sollten Kaspar Villiger und Oskar Grübel nicht bereit sein, ihre Adsense- und Bonipolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden den Saftladen zu schliessen.

Und wer mich kennt, der weiss, ich beliebe nicht zu scherzen.

No More Coffee, Pls.

Im Gegensatz zu Frau Zappadong hat sich bei mir nicht erst seit dem gestrigen Late-Service-Public nachhaltig der Lachmuskel verkrampft. Und ich werde unterdessen das Gefühl nicht mehr los, Viktor Giacobbo und Mike Müller leiden am meisten unter den zuweilen etwas verkrampft vorgetragenen Pointen.  Wobei ich mich  ausserdem Frage, was für ein Publikum in diesem Kaufleutensaal hockt, welches auch bei noch so holprigen Pointen den Zeitpunkt ihres Lacheinsatzes garantiert nie verpasst.  Die gleiche Art von Lachverhalten, die mich als Kinobesucher Problemlos zum Amoklauf treibt: Wenn irgendein Prustebold drei Ränge weiter hinten kurz vor der Pointe, oder kurz danach (dafür umso lauter und gestellter), losprustet, weil er die Stelle bereits aus dem Trailer kennt.

Die beiden Satiriker haben einen furchtbaren Krampf über die Witze ihrer Pointenschreiber zu lachen. Und das merkt man ihnen an. Mein Eindruck: Das Team, das die Gags für die wöchentliche Presseschau zusammenschustert, liest jetzt auch nicht unbedingt mehr als ein bisschen «Newsnetz», «BlaA» und «20 Minuten». Ein tödlicher Mix für zwei an sich politische Satiriker.  Könnte man nicht einfach auf das Geschwätz zwischen den oft grandiosen satirischen Einspielern verzichten? Oder ein paar Leute an Bord holen, die Pointen schreiben, über die wenigstens Giacobbo und Müller  echt lachen können? Humor ist, wenn die Pointe nicht meilenweit voraussehbar ist. Weniger gekünstelte  Running-Gags und ganz prinzipiell etwas mehr Improvisation dürften der Sendung gut tun.  Oder könnte man wenigstens die Substanzen, die das Livepublikum zu sich nimmt,  frei Haus liefern?

Die Wette gilt

Zur geplanten erhofften Revolution bei der NZZ: 100 gegen 1 zu wetten, niemand wird, die «Zeit» darf träumen, die konservative Lady als WoZ-Modell retten. Die Chance, den Verlag durch Redaktorenräte zu besetzen, wurde spätestens bei der letzten Abbauschlacht vertan. Womit sich in ein paar Jahren (Monaten?) wohl auch mein Abo erübrigt. Hasta la vista, alte Tante.

Blackout

Andere Länder, andere Ficker.

Dreckschleuder I

Neulich mit meiner Dreckschleuder relativ sinnlos durch die Gegend gekurvt. Im Radio spielten sie diesen Song, den ich erst  jetzt nach stundenlanger Internetrecherche doch noch gefunden habe. Was daran liegen mag, dass ich mir weder den Titel noch den Interpreten merken konnte, weil schreiben während der Autofahrt ist jetzt auch nicht so richtig legal. Warum mich das Lied mehr oder minder in Euphorie versetzte, lässt sich zwar nicht zwingend vom Songtitel her rekonstruieren, passend finde ich ihn aber allemal für den Aufenthalt unter Individualverkehrsfreaks.

Da ich nun schon mal dabei bin das Ding auf CD zu pressen, hier die Frage an meine Leser: Welcher Song mit ultimativem Drive (aber adrenalinsenkender Wirkung) muss ausserdem zweifellos und unabdinglich auf die CD mit dem Titel «Dreckschleuder – 10 Hymnen  für 10 sinnlose Autofahrten»? HinweisgeberInnen werden selbstverständlich im Textbook dankend vermerkt.

Update: Playlist, noch unsortiert, aber wachsend. Wackelkandidaten eher im hinteren Bereich.

1. Murderers, John Frusciante (Promoted by Ugugu)

2. Let’s Take Some Drugs And Drive Around, The Silos (Credits to Chat Atkins)

3. Diablo Rojo, Rodrigo y Gabriela (Crowdsourced by Substanz)

4. Space Tractor, Leningrad Cowboys (Input Putin by der Bebilderer)

5. ZombieABC, Weltherrscher (Ruled by Weltherrscher)

6. Camions Sauvages, Amadou&Mariam feat. Manu Chao (More by Substanz)

7. Dumb Things, Paul Kelly And The Couloured Gils (Chosen by Miktator)

8. Gimme Shelter, Rolling Stones (Input by Saizew)

9. This Corrosion, Sisters of Mercy (Zapped in by Zappadong)

10. On The Road Again, Canned heat (Provided by Medienspiegler)

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Bonus-Tracks ?

11. This Is The Live, Amy Mc Donald (Advertised by Grosse Worte)

12. Lowrider, Cypress Hill (Pushed by Westernworld)

13. The Race, Yello (Put up by Nonstop)

14. Soul Doctor, Foreigner (Kicked in by Wahlkampfblog)