Denunziationsjournalismus gerügt

Der oft als zahnloser Papiertiger gescholtene Presserat hat in seiner unaufgeregten Art einmal mehr und zurecht den Boulemisten vom «Blick» die Zähne gezeigt.  Die aktuelle Rüge dürfte Ringier noch teuer zu stehen kommen, sofern nicht unlängst eine Entschädigung an die in ihren Persönlichkeitsrechten massiv verletzte Gemeindesekretärin über den Tisch gewandert ist, um einer zivilgerichtlichen Pleite zuvorzukommen.

Gespannt bin ich aber auch auf das Urteil des Presserats zu dieser unsäglichen Copy & Paste-Aktion vom Tagimagi.

2 Antworten zu Denunziationsjournalismus gerügt

  1. Ich habe die Briefe gesehen und nicht gelesen. Das ist zu privat. Diese Briefe gehören ganz alleine den Kindern. Dass da jemand Beschwerde einreicht, finde ich gut.

    PS: Die Kosovo-Geschichte war eine absolute NULL-Geschichte auf unzähligen Seiten.

  2. Ich hab mich auch gefragt, ob jemand die in typischer Bildungsfernenleuteschrift hat nachschreiben müssen, weil ja direkte Kopien tatsächlich das Briefgeheimnis verletzt hätten. Oder ob “man” da einfach skruppellos genug war für den Abdruck von Scans.

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