Eben noch vom «Schweizer Journalist» als «Verleger des Jahres» geadelt (Für was eigentlich? Den Abbau von 200+ Journijobs, oder für die Newsnetzisierung der Schweiz?), unterdessen im Visier der deutschen Steuerfahnder:
«In den Unterlagen, die der FTD vorliegen, taucht mehrmals der Name Supino auf. Er hat etliche Schriftstücke rund um den Moonstone-Trust unterzeichnet. Heute ist Supino Präsident des zweitgrößten Schweizer Verlags, Tamedia. Auf Nachfrage lässt er über einen Sprecher erklären, er könne sich nicht mehr konkret an den Fall erinnern. Seine Nachforschungen hätten aber ergeben, dass er tatsächlich Dokumente den Moonstone-Trust betreffend unterzeichnet habe. Er sei sich aber sicher, dass alle vorgeschriebenen Richtlinien befolgt worden seien.»
Nur die «WoZ» war schon zwei Jahre früher an der Story, ziemlich wortkarg gab sich Supino aber schon damals:
«Pietro Supino nimmt zu Ihrer Anfrage, die ihm nichts sagt und die seine Tätigkeit als Juniormitarbeiter von Bär & Karrer betrifft, keine Stellung», sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer. «Überdies ist Pietro Supino an seine anwaltschaftliche Schweigepflicht gebunden.»
In Tamedia we Trust?

Nun ja – er hat damit doch seine ‘Systemtreue’ immer bewiesen. Warum sollte er im Schweizer System nicht das werden dürfen, was er durch seine Taten geworden ist?
Ein festrednerisches ‘De mortuis nihil nisi bene’ scheint mir persönlich in Hinsicht auf die festgefügten Schweizer Strukturen allerdings etwas verfrüht. Trotzdem ließe sich diese Preisverleihung aus höherer historischer Sicht als ein vorweggenommenes Posthum betrachten, als ein Rütli-Schwur der unverbrüchlich Nibelungentreuen sozusagen, geboren aus einer Bunkermentaliät, wobei diese Bunker bei euch bekanntlich aus Tresoren bestehen …
Die Geschichte findet sich heute auch im gedruckten Tages-Anzeiger – allerdings ohne Erwähnung von Supino … cui bono?
Tito Tettamanti kauft «Basler Zeitung»
Na das sind ja Aussichten.
@jaques: na ja, das ist immerhin nicht Tamedia :-)
@zappadong Ja, eben. Noch schlimmer.
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