Journalistenschredder

Tamipresse-Liquidation hat begonnen

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Oktober 13, 2009

Weko genehmigt Edipresse-Übernahme: Zack! Eine Pendlerzeitung weniger.  Die Besitzer wollen das Tafelsilber vor dem Verkauf noch vergolden, sagen die Gewerkschaften. Mit den Massenentlassungen bei Edipresse habe man rein gar überhaupt nix zu tun, behauptet der künftige Besitzer Tamedia. Schuld ist einzig und allein die Finanzkrise, die böse.  Nicht wirklich erstaunlich, aber die Blognachbarn aus der Romandie sehen das etwas anders.

2 Antworten

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  1. Bruder Bernhard sagte, am Oktober 13, 2009 zu 6:21 pm

    das ist der finale Fangschuss für die Presse, so wie ich sie kenne. Mit dem Einbruch der Inserateeinnahmen wird der Abbau begründet; nur komisch, dass gleichzeitig in der selben Presse der vorübergehende Charakter der Krise beschrieben wird, und Kurzarbeit als intelligente Strategie gilt, da ein Abbau nicht einfach so rückgängig gemacht werden kann.

    Während also für Aktionäre Millionen verdient worden sind (die Zahlen stehen bei Hubler, siehe Link), wurde für die Mohren offensichtlich keine Reserven angelegt bzw. es ist nicht vorgesehen, eine Durststrecke in Kauf zu nehmen. Der Abbau ist permanent – und das geht an die Inhalte. Ohne Inhalte keine Leser, damit auch kein Aufschwung mehr bei den Inseraten.

    Vor zwei Wochen hat Le Temps ja mit der gleichen Begründung den Abbau von 10 Stellen bekannt gegeben. Und beide Male übrigens fällt auf, wie tieftraurig die Chefs in der Romandie scheinen, wie empathisch sie auf einen möglichst humanen Abbau hoffen. Und ich nehme ihnen das sogar ab – soll mir niemand sagen, das sei nicht die deutschschweizer Guillotine, die jetzt aufgefahren wird. Schliesslich haben wir Tamedias Supino auf den Fotos der Pressekonferenz sehen können.

  2. ugugu sagte, am Oktober 14, 2009 zu 1:48 pm

    Der traurige Chefredaktor, ich denke, das könnte eine Romanvorlage werden.


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