Wie gesagt: Es geht so. Aber wo sind eigentlich auf einmal die 88 (!) mehr oder weniger gepfefferten Kommentare, die bis heute Morgen noch unter dem heiss diskutierten Artikel «Gefällt Ihnen der neue Tages-Anzeiger» standen? Ein Teufelszeug, diese Leserkommentare. Ob da wieder jemand «aus Versehen» an den Lösch-Button gekommen ist? Dafür kriegt man eine laue interne Blattkritik von Peter Rothenbühler aufgetischt. Vielleicht sollte mal jemand die Marketingfuzzis mega-feedback-interessierte Hotline anrufen? Wäre ich Mitarbeiter beim Tagi-Abo-Dienst, würde ich genau heute einen freien Tag einlegen.
Update I: Weil mich das jetzt interessiert, und weil ich Zensur doch sehr zum körbeln finde, habe ich kurz via Mail nachgehakt, was denn diese Kommentar-Löscherei bezwecken soll? Antwort steht noch aus.
Update II: Keine Ahnung, wie man sich das beim «Tagi» vorstellt, aber Aussitzen ist in solchen Angelegenheiten immer die schlechteste Variante. Ein veraltetes Konzept von Kommunikationsexperten, oder solchen, die sich dafür halten: Es geht von der grundfalschen Annahme aus, dass man einen oder wenige «Spinner» ignorieren kann. Nur riskiert man damit grundsätzlich immer einen Flächenbrand, der sich im Nachhinein auch nicht mehr löschen lässt.
Update III: Noch etwas sollten sich Public-Relations-Abteilungen merken: Steht’s auf infamy, hast du bereits so gut wie verloren. Was allerdings noch lange kein Grund ist, meine Mail nun schon 24 Stunden zu ignorieren.


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