Asozialplan 2009 Tamedia
Zitat des Tages…
«Ich bin in der Verhandlungsdelegation Sozialplan 2009 Tamedia. Es ist unglaublich, was man hier erleben muss. Im heutigen „Magazin“ schreibt Roger de Weck über die Fratze des Kapitalismus. Es scheint so, als ob die Manager und Aktionäre alles nur mögliche anstellen, um das sinkende Schiff auszupressen. Ich bin auch in der Betriebskommission und musste mit einer Frau, welche 22 Jahre in diesem Betrieb arbeitete, ein Gespräch führen. Dabei brach sie in Tränen aus, weil sie ihre Kündigung nicht verstehen konnte. Das Angebot für den Sozialplan ist sehr knausrig. Die Leute werden unter sehr schlechten Bedingungen entsorgt. Anders kann man das nicht nennen – und das hat man ihnen auch zu verstehen gegeben in den heimlich organisierten Einzelgesprächen mit ihren Vorgesetzten.»
Und die Debatte findet eben doch statt, das kann im Jahr 40 nach Arpanet kein K(n)allkopf verhindern. Leserbrief war vor-vor-vor-vor-vor-vor-vor-vor-vor-vor-vor-vor-vor-vor-vor-vor-ok-es-reicht-gestern.
Update I: Bin grad etwas irritiert über die Gruppe 230. «Weiterarbeiten unter Protest», wasn’das?
Update II: Ex-Tagi-RedakteurInnen melden sich zu Wort.
Update III: Noch-Redakteure ebenfalls: Klartext-Inti aus Tagistan.

schon mal gewundert, was ein anderer ex-tagi-cr so macht? er geniesst das leben:
http://www.cigar.ch/cig/themen/2009_02/hartmeier.php
Der Gruppe 230-Link funktioniert nicht. Zumindest bei mir…
@Pascal: Liegt an deinem Browser. Explorer?
Tamedia über Tamedia: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unser Unternehmen verlassen, begegnen wir mit derselben Wertschätzung, die wir ihnen bisher entgegengebracht haben.“
Dieser Satz ist möglicherweise nicht einmal gelogen…
(Qualle: http://www.tamedia.ch/de/unternehmen/leitbild/Seiten/personalpolitik.aspx )
Interessanter Hinweis! An anderen Stellen müsste das Leitbild doch deutlich umformuliert werden. Insbesondere die Punkte „Unser Unternehmen“ und „Stellenbesetzung“ tönen momentan besonders hohl.
@ugugu: Kannst ja mal ein entsprechend radikall zeitgemässes Leitbild formulieren… ;-)
Für den Deutschschweizer Bürger gibt es Twitter, Gratis-Zeitungen, Newsnetz, Tageszeitungen, Fora.tv z.B. http://fora.tv/2009/06/02/The_Persian_Paradox_Understanding_Iran_and_Iranians# oder Konsumentenzeitschriften wie Saldo. Das grosse Problem bei Twitter ist, dass man nicht weiss, in welche Richtung sich eine implementierte News entwickelt (Moralbarometer fehlt). 20 Minuten macht das, was ich Ketchup-Journalismus nenne: Mit einem Clickbarometer wird z.B. gemessen, wie geil eine News ist. Die Tiefenwirkung fehlt. Dann kommt die Tageszeitung, die fundiert recherchieren muss, um qualitative Hintergründe zu liefern und „den Spreu vom Weizen zu trennen“ (wobei ich eine Glutenunverträglich habe J). Die Tageszeitung ist die letzte Bastion gegen die Verblödung der Gesellschaft. Wer nicht weiss, was ich meine, sollte sich diesen Film anschauen http://www.imdb.com/title/tt0387808/ Veränderung muss sein und ist nicht schlecht, endlich geht es vorwärts. Dazu gehört auch ein guter Sozialplan. Aber vergessen wir nicht, dass wir vieles, was wir heute geniessen können, der 68er-Bewegung verdanken. Lustig ist, wenn man schaut, was die Backsteinwerfer von damals heute sind. Das gilt auch für die damaligen Tien An Men- Demonstranten.
crowd control :-)
[...] weniger ohne seriöse Begründung, eine rekordverdächtige Anzal Mitarbeiter mit einem maximalen Assozialplan auf die Strasse, um daraus in den Verhandlungen einen minimalen Sozialplan zu [...]