Journalistenschredder

Travelwriters.ch – Der Filzballclub (exkl. für Journalisten)

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Juni 10, 2009

Forget Roger Federer! Denn bereits…

«…1994 gewann die Schweiz in Pörtschach (Österreich) gleich zwei Tennis-Weltmeistertitel : Marc Walder (heute Chef Ringier Schweiz) sicherte sich den Sieg im Herren-Einzel und zusammen mit Michael Ringier (Präsident Verwaltungsrat Ringier) im Herren-Doppel.»

Also ich finde es ok, wenn «Journis» demnächst am Schwarzen Meer wieder mit dem gelben Filz-Ball kämpfen.  Nur möchte ich an dieser Stelle wieder einmal ganz schüchtern nachfragen, ob Journalisten, die in einem  von der Tourismusindustrie gesponserten Journalistenverein sind, nicht vielleicht doch ein klitzekleinwenig beeinflussbar sind?

«Mit einem Minimum an Vereinsmeierei ein Maximum an Nutzen für alle interessierten Kreise zu schaffen».

Tönt für mich als Vereinsziel auch nicht unbedingt nach einem Unabhängigkeit-Manifest der Schweizer Presse.

Der Verein «Travelwriters.ch» organisiert aber auch illustre Podien, an denen sich Schweizer Reisejournalisten von den Kollegen aus dem Ausland den Köpf tätscheln lassen, weil sie niemanden, aber wirklich niemanden an den eigenen Fressnapf  lassen. Schon gar nicht Frechdachse, die ohne Gegenleistung (also Zeitungsartikel) ein Promoreisli buchen wollen. Wo kämen wir denn da hin! Ein «Journalistenpreis» mit knallharten Auswahlkriterien vergibt Travelwriters  selbstverständlich auch.  («Die journalistische Leistung muss klar erkennbar sein.»)

However: Die Domains Gadgetwriters.ch, Motorwriters.ch, Pharmawriters.ch oder Bankwriters.ch wären noch zu haben, falls  jemand einen weiteren Journalistenverein gründen möchte.

Apropos «Gründergöttis», seit wann gibt es  eigentlich in der «Sonntagszeitung» eine Reisebeilage?

8 Antworten

Abonniere die Kommentare per RSS.

  1. Medienspiegler sagte, am Juni 10, 2009 zu 7:04

    Wie bist Du nur wieder auf das gestossen!? Ein NZZ-Journi zeichnet für die Finanzen verantwortlich, eine (gekündigte) Tagi-Redaktorin organisiert gemeinsam mit dem Bündner Tourismusboss die Events und zu den Gründergöttis gehören ein Ex-Tamedia-CEO und ein ehem. Geschäftsleiter von Hotelplan. Honni soit qui mal y pense!

  2. ugugu sagte, am Juni 10, 2009 zu 7:28

    bin dänk gold platin-member ;-)

    …also eigentlich über das «gschichtli» (link oben) beim presseverein.

  3. Reiseprofi sagte, am Juni 10, 2009 zu 10:01

    Würde mich als Vereinspräsi der Motörwriters zur Verfügung stellen. Ugugu, bitte gründen!

  4. Zappadong sagte, am Juni 10, 2009 zu 10:06

    Also, wenn man hier wählen kann … ich wollte schon immer mal ein paar Rockstars kennenlernen. Gibt’s so was Genuschelt-Verwuscheltes auch in der Musikbranche?

    Oder für Autoren? Kann ich mich irgendwo sponsoren lassen?

    Oder gar brotlose Blogger?

  5. ugugu sagte, am Juni 11, 2009 zu 6:59

    Bei «Rockwriters.ch» gibts Gratistickets für alle Open-Air-Konzerte der Schweiz, dafür muss man als Strafe über alle Fashion-Weeks von Paris über Mailand bis New York berichten…

  6. bugsierer sagte, am Juni 11, 2009 zu 9:25

    es ist leider viel zu wenig bekannt, dass die travelwriters schon immer zu den korrumpiertesten schurnis überhaupt gehören. dass sie jetzt auch noch einen verein machen, ist schon ein wenig frech.

  7. ugugu sagte, am Juni 11, 2009 zu 10:41

    Jetzt!? Also Statuten hat sich der Verein genau 1997 gegeben.

  8. bugsierer sagte, am Juni 11, 2009 zu 10:55

    oh, schon so alt? – ist auch nicht weiter verwunderlich. bei so vielen pfründen liegt ja ein solcher verein auf der hand. zwecks noch mehr bakschisch.

    ich habe übrigens während meiner zeit als labelchef im zytglogge verlag (1981-84) auch die musikschurnis als solche truppe erlebt. meine aufgabe war es u.a., unsere platten den medien schmackhaft zu machen. damals war es noch üblich, ab und zu persönlich bei den schurnis vorbeizuschauen und die neuen platten gleich mitzubringen. mit der zeit wurde mir klar, dass ich da gegenüber der konkurrenz schlecht dastand. grosse plattenfirmen versorgten die schurnis regelmässig mit geschenken, und zwar nicht kugelschreiber, sondern auch schon mal ein plattenspieler zu weihnachten.

    ob das heute anders (besser) ist, möchte ich bezweifeln.


Eine Antwort schreiben