«Magi», «Magi nümm»
WAS ICH MAG
Die Gegenwart, den eigenen Herzschlag, „Héritage“ von Guerlain, Nabokov, Stendhal und Fitzgerald, Tokio, Los Angeles und Tel Aviv, den Herbst, weisse Hemden, Mut, den „New Yorker“, „Das Magazin“ und die „NZZ am Sonntag“, Zürich, das Restaurant „Rosso“ in Zürich, die Serien „Mad man“ und „The Wire“ Swimmingpools, Das Meer, Neurotiker, Notizen, moderne Häuser, den Kapitalismus Paid Content, kleine Blumen Distanz, viele Dinge gleichzeitig tun, alle Tiere ausser fliegende Insekten, Frauen in Sommerkleidern auf Fahrrädern, Loyalität, die Beichte, die Messe, meine Frau, meine Töchter Emily&Miel.
WAS ICH NICHT MAG
Jazz, abstrakten Krimskrams, Masken, Strassenmusikanten, brutale Filme, Kollektivisten, Bescheidenheit – weil sie meist nicht ehrlich ist und somit die grösste Form von Arroganz, exotische Früchte, so genannte Querdenker, Ideologen, Esoteriker, Moralisten, simple lösungen – weil sie meistens falsch sind Das Internet, Massagen, Sternzeichen, Jäger und Metzger, den Frühling, über Wein reden, kalte Länder, die meisten Schweizer Schriftsteller, alle Arten von Buffets, Langschläfer Brunch. (Quelle)

dieser herr cannonica ist mir sowas von unsympathisch. seine interviewfragen, seine texte, seine aussagen, seine selbstgefällige art… alles was er mag, mag ich nicht (ausser vielleicht das rosso); alles was er nicht mag, mag ich. ich kenne ihn ja nicht mal persönlich, aber alle was ich von ihm lese zeichnet das bild eines arschlochs.
hehe köbi, zügle deine sprache. also ich persönlich hab bei „mag ich nicht“ immerhin drei übereinstimmungen: esoteriker, sternzeichen und über wein reden mag ich gar nicht. astronomische sternzeichen mag ich hingegen.
das meer und loyalität mag ich ebenfalls, obwohl, eigentlich mag ich nur das meer.
halbarschloch?
…muss das unbedingt mal selbst ausfüllen.
Ich LIEBE den Frühling – er ist das (wiederer)blühende, pralle Leben.
Liebe ist wiederum etwas anderes. Die Rubrik heisst aber ganz eindeutig WAS ICH MAG/NICHT MAG.
Ich mag den Frühling nicht, ich liebe ihn. Vielleicht ist das bei Herrn Cannonica ja auch so ;-)
Seien Sie bloss vorsichtig, wenn Sie das nächste Mal im Sommerkleid durch Zürich radeln, Frau Zappadong! Und bevor die Debatte hier gänzlich ins Dadaistische abgleitet, möchte ich daran erinnern, das ich mir sowohl das canonische Recht als auch das Lüschern jederzeit offen halte. ;-)
ich mag edelzwicker. – und die idee dieses posts. sehr kreativ, scheff.
Ich glaube, Canonicas Konzept des «Magazins» als Bühne für die Neurosen von narzisstischen Mitvierzigern mit Todesangst hat sich seit einiger Zeit überlebt. So interessant sind die Erinnerungen und Vorlieben der Redaktion ja auch wieder nicht, und irgendwann haben Roshani und Schmidt ihre herzzerreissenden Biographien auch bis zur letzten Abtreibung und dem ersten Joint mit 12 ausgeschlachtet. Nachdem das «Magazin» in den letzten paar Jahren sämtliche «Provokationen» (in grossen «») ausgereizt hat und wir splitternackte, tätowierte, sexuell deviante und ihre Steuern nicht bezahlende Menschen in allen erdenklichen Kombinationen mit metrosexuellen Geissböcken, ethischen Bankern und ehrlichen Schönheitschirurgen gesehen haben, wirds langsam schwierig, das Publikum (uns) noch zu überraschen. Ich hoffe, dass die Ära Canonica bald zu Ende geht und er seine wahnsinnig unkreative Redaktion in toto mitnimmt. Zum Beispiel zu einem dieser Gratis-Partyheftli oder einem Magazin über schöneres Golfen oder vielleicht doch noch den Drogisten-Stern.
@pringels: haben sie gewusst, dass ihr namensvetter mingels tagimagiintern als „guido antiinternet mingels“ geführt wird? zumindest hat das der mann, der das ganze mitmachdings 2007 angeschoben hat, oliver reichenstein, im februar 2008 anlässlich der kippung der leserbeteiligung in diesem facts-thread so behauptet:
http://facts.ch/articles/469180-das-magazin-ende-der-leserbeteiligung
bizarr, das heute wieder zu lesen.