Journalistenschredder

«Das Magazin» und das Ende der Leserbeteiligung

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Juni 2, 2009

Feedback vom Feinsten gab es nicht erst zur berühmt-berüchtigten «Magazin»-Ähdition 16/09. (Nicht mehr im Archiv zu finden.) Nein! Lob und aufmunternde Worte hagelte es bereits  schon eine ganze Weile…

DasMagazinFeedback

Zuletzt etwa zu einem Artikel über einen furchtbar wichtigen Appel-Store…
AppleMagazin

Fazit: Ganz allgemein steigt die Leserzufriedenheit  ins unermessliche…

TagimagiFeedback

Insofern kann man das Ausradieren sämtlicher Leserkommentare der letzten zwei Jahre auch nur als letzten konsequenten Schritt hin zu einem werbeumfeldfreundlicheren «Magazin» bezeichnen. Good night and good luck.

17 Antworten

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  1. bugsierer sagte, am Juni 2, 2009 zu 9:14 am

    oh, wo haben sie denn diese netten screenschöttchen ausgegraben, herr kollege? haben sie da ahnungsvoll ein kleines archiv angelegt? was für ein scharfer hund, dieser @ugugu… boah…

  2. ugugu sagte, am Juni 2, 2009 zu 9:23 am

    naja, die brilliante recherche war das jetzt nicht, eher eine zufällige auswahl von kommentaren, die herr google (“cache”) für die nachwelt gesichert hat…

  3. bugsierer sagte, am Juni 2, 2009 zu 9:27 am

    ach so, hab ich noch fast vermutet. dank herr google ist ja vorauseilende recherche zwecks archivierung von beweisstücken völlig überflüssig geworden. muss mich noch daran gewöhnen. einfach geil, dieses internet.

  4. Ein K korrupter sagte, am Juni 2, 2009 zu 9:54 am

    Schade, denn die aktuelle Ausgabe des M ist endlich wieder einmal eine gute.

    Ich vermute einen Bug, denn ohne Ankündigung alle Kommentare zu kippen, wäre nicht nur ausgesprochen taktlos sondern auch noch dumm.

  5. bugsierer sagte, am Juni 2, 2009 zu 10:08 am

    @ korrupter: für einen bug ist das alles zu aufgeräumt. ja, es ist taktlos und dumm.

  6. ugugu sagte, am Juni 2, 2009 zu 10:09 am

    Hm, gegen ein Bug spricht einiges: Bei der jüngsten Online-Ausgabe sind zum Beispiel keine Kommentarspalten mehr über den einzelnen Artikeln vorgesehen. Während bei alten Artikeln noch “Kommentare” angezeigt wird, diese sich aber nicht mehr aufrufen lassen.

  7. Zappadong sagte, am Juni 2, 2009 zu 11:37 am

    Dafür hat es jetzt ganz GROSS Werbung auf der Startseite. Ist doch ein würdiger Ersatz …

  8. [...] Ugugu und Frau Zappadong befinden seit Tagen, ja seit Wochen im Waldorf-und-Statler-Modus. Schön. Ich [...]

  9. Matthias Daum sagte, am Juni 3, 2009 zu 7:38 am

    nix bug, alles strategie: http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=82549

  10. [...] 3. “Das Magazin – Schluss mit Kommentieren im Web” (persoenlich.com) Finn Canonica, Chefredakteur des “Magazins“, versteht das “Gerede um die Möglichkeiten des Citizen Journalism” nicht und ist “skeptisch geworden gegenüber den journalistischen Möglichkeiten im Internet”. Deshalb stellt er ohne Ankündigung nach zwei Jahren die Online-Kommentare ein, die ihm “manchmal sehr ‘dahingerotzt’” erschienen. Mehr dazu im Henusode Blog und beim Journalistenschredder. [...]

  11. Matthias sagte, am Juni 3, 2009 zu 8:59 am

    Nico Luchsinger hat gestern auf Twitter einen Link zu einem sehr passenden Artikel gepostet: Riding Social Media’s Trojan Horse
    Kurz zusammengefasst: Die meisten Firmen wollen zwar gerne, dass die Benutzer sich social mediamässig engagieren und fleissig diskutieren und feedbacken etc., schliesslich ist das gut für den Traffic. Aber sie sind dann völlig vor den Kopf geschlagen, wenn die Benutzer das tatsächlich tun und gleich noch die Gelegenheit nutzen, um Kritik zu äussern. Damit können sie einfach nichts anfangen, darauf wissen sie nicht zu reagieren, das hat ihnen der Social Media Consultant beim Pitch nicht gesagt. Entsprechend hilflos dann der Umgang mit negativer Kritik, mit gelegentlich etwas überdrehten Benutzern, mit Diskussionen ausserhalb des kleinen Firmengärtchens, mit den Ansprüchen der Benutzer, denen man so viel versprochen hat, etc.

    Genau daran ist FACTS 2.0 gescheitert, genau daran scheitert jetzt dasmagazin, und vermutlich wird man dann auch bald bei den Newsnetz-Produkten die Kommentarfunktion deaktivieren.

    Dieselbe Tendenz kann man übrigens in vielen Blogs beobachten: Die Benutzer sollen zwar bitte brav diskutieren und auf den Blog verlinken und wiederkommen, aber sie sollen nur ja nie etwas negatives sagen. Sonst werden die Kommentare gelöscht oder manipuliert und anschliessend über angebliche “anonyme Schmierfinken” gelästert.

  12. Matthias sagte, am Juni 3, 2009 zu 9:00 am

    oh boy. Wie werden denn hier die Kommentare durcheinandergewirbelt? Ugugu, die gute alte chronoligische Sortierung liegt mir also besser.

  13. Zappadong sagte, am Juni 3, 2009 zu 9:09 am

    Also, nach all dem, was alleine heute Morgen an “hochstehenden Online Inhalten” so angefallen ist, liest sich folgendes Zitat von Finn Cannonica geradezu rührend: “Wir sollten uns allmählich Gedanken machen, ob es klug ist, qualitativ hochstehende Inhalte kostenlos anzubieten.” (gefunden im Artikel, zu dem der Link von Matthias führt)

    Ja, bitte, ich würde gerne (sehr) viel Geld bezahlen für Schlagzeilen wie: “Überfall in Kreuzlingen: Jetzt redet das Opfer.”

  14. ugugu sagte, am Juni 3, 2009 zu 10:52 am

    ist mal wieder so ein wordpress.com-furz. sollte ich den richtigen “knopf” finden, um das zu deaktivieren, werde ich es tun. chronologisch mit @benachrichtigung, falls man sich auf weiter oben stehenden kommentare bezieht, gefällt mir auch besser…

  15. Tagi, Magi, alles weg? « beiz 2.0 sagte, am Juni 6, 2009 zu 4:06 pm

    [...] By flashfrog Der Tagi trennt sich von seinen Mitarbeitern. Das Magi trennt sich von seinen Lesern. (Viele von uns kennen das Gefühl ja bereits aus eigener Erfahrung.) Der Blick ist schon da, wo [...]

  16. phono sagte, am Juni 12, 2009 zu 8:25 am

    mir scheint, die kommentare sind wieder online. anmelden kann man sich auch…

  17. bugsierer sagte, am Juni 12, 2009 zu 8:46 am

    @phono: hm… das ist ja eine überraschung. das muss ich mir erstmal auf der zunge zergehen lassen. ts…


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