Monatsarchiv: Januar 2009

Grüntee mit Akazienhonig

Am Tag als alle die Wahrheit sagten, war alles ein bisschen anders. Nur bei BILD änderte sich nichts.

Who’s To Blame For The Economic Mess

worldeconomicforum © Chappatte – www.globecartoon.com (Mit freundlicher Genehmigung) Und wenn wir schon beim Thema World Economic Forum sind: Testen wir doch gleich was die «HBL»-Leser dazu meinen.

PeRsönlich

(nix persönliches, aber diese pressemitteilung muss einfach sein…)

Ab sofort hat die Blogosphäre ein neues Mitglied. (oh, noch eins) Die Redaktion von persoenlich.com startet ein eigenes Blog und wird dort regelmässig (let’s wait and see) das Geschehen rund um die Schweizer Kommunikationswirtschaft kommentieren und diskutieren. (die kk-wirtschaft, sind das die anzeige- oder die werbekunden?) Darüber hinaus öffnen wir blog.persoenlich.com für ausgewählte Autoren, die Auf- oder auch Ausgefallenes ans Tageslicht bringen (selektion muss sein, könnte ja sonst jeder hansdampf ein blog eröffnen. prima blogkonzept übrigens: ‘aus- und aufgefallenes’).

Währenddem auf „persoenlich.com“ – dem Online-Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft wie gewohnt täglich die aktuellsten Branchennews vermeldet werden, heisst es auf blog.persoenlich.com: „Hier schreibt die Schweizer Kommunikationswirtschaft.“ (weil die sonst ja keine plattformen haben. btw: noch einmal ‘blog.persönlich.com’ und ich krieg redundante schrei(b)krämpfe) So wird nicht nur die persoenlich.com-Redaktion bloggen (also quasi die blog.persönlich.com-blogredaktion), sondern auch Autoren aus den verschiedenen Bereichen der Kommunikationsbranche.

Als Gastblogger der ersten Stunde (haha) haben u.a. Radio 1-Chef Roger Schawinski, bsw-Präsident und Euro RSCG-CEO Frank Bodin, Werber Reinhold Weber oder die Chefredaktoren Peter Hartmeier („Tages-Anzeiger“) und Peter Röthlisberger („Blick am Abend“) ihre Zusage gegeben. (und jemand, der für etwas glanz&glamour sorgt ?) Weitere Autoren verraten wir indes noch nicht. (ach so, die kommen noch) Lassen Sie sich überraschen. (logo)

(via)

The Times They Are A-Changin’

(directlink / via)

Die Content-Ripper von der Werdstrasse

Oha, die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet heute mit Verweis auf «Medienspiegel» über die Content-Ripper von der Werdstrasse. Bei «20 Minuten» hat das Film saugen aus dem World Wide Web ja bereits Tradition, und das nicht etwa nur als kurze Zitate, wie dies in der «NZZ» Newsbazbundberner…(ach lassen wir das) Chefredaktor Peter Wälty behauptet.

Ob es den Verlagen gelingen wird, vom Schweizer Fernsehen ein Nutzungsabkommen für Videos abzuringen, ähnlich wie in Deutschland zwischen Regionalverlagen und der ARD, wird sich weisen. Dann allerdings, finde ich, müsste man die Fernsehgebühren für Otto Normal-TV-Consumer dringend um genau den Anteil senken, den Zeitungen künftig fürs Content-Rippen an «SF DRS» abliefern.

Es sei denn, «NZZ», «Tamedia», «Blick» usw. verteilen jedem Schweizer pro Jahr eine Volksaktie – Nur: Wer will die schon? Und das Problem des Content Rippens aus anderen Quellen wäre damit auch noch nicht gelöst.

Umfrageritis

Wegweisung

Nur um es hier unmissverständlich festzuhalten, Grundrechtsbeschneider sind mir grundsätzlich unsympathisch, egal ob diese «Rechts» in der «Mitte» oder «Links» einzuordnen sind. In diesem Sinne, geschätzte Fasnachtsgesellschaft, versalzt ihnen die Mehlsuppe oder werft ihnen wenigsten eine Orange an den Kopf.

Baz «Light»

lightversion_baz
…in der Twittersphäre wird bereits gemunkelt, nach dem Stellenabbau werde die gedruckte

«Basler Zeitung» ähnlich daherkommen.

Mitgespeeddatet ?

ronorp
…Wat die nicht alles suchen. Für ein Bier? Ts.

MAZ-Bashing zum II

Ich finde, das klingt überhaupt nicht böse, lieber ZPV, oder können Realitätsbeschreibungen böse sein?

«Seit 25 Jahren bildet das MAZ Medienprofis zu Experten aus. Doch je länger je mehr bringen andere Profis das Geld in die Kasse der Journalistenschule: Führungskräfte, die sich in Interviewtechnik briefen lassen, PR-Leute, die sich für ihre Lobby-Arbeit in Kommunikation weiterbilden, und wohlhabende Sprösslinge, die mit Papas Segen und zwecks Selbstverwirklichung die journalistische Laufbahn einschlagen wollen.»

Immerhin habe ich kürzlich diesen Journi-Laden, der immer mehr zum PR-Laden mutiert, auch als Saftladen betitelt, da darf auch mal der Zürcher Presseverein etwas auf den Putz hauen. Appropos Kindersoldaten: Erinnert mich immer wieder an diese sackstarke Kolumne von C. S., der wo früher bei einer Qualitätszeitung gearbeitet hat.

Bottom Out

Ich vermute mal, der absolute journalistische Tiefpunkt von «Newsnetz» ist erreicht, ab hier kann es eigentlich
nur noch aufwärts gehen. Es sei denn, Bundesrätin Calmy Rey outet sich als ausserirdische Sektenführerin.

Bilaterale

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Lieber Hansruedi, so wird das mit dem Vlogen natürlich nichts. Wie ich aus unzuverlässiger Quelle erfahren habe, versucht Bundesratskollege Bloggerkollega Leuenberger seit Tagen erfolglos dieses Video in sein Blog einzubauen. Vielleicht mal über den grossen Teich schauen, könnte helfen. (via)

Wie man Journalisten um den Finger wickelt

Oho, dieser Obama ist aber wirklich ein Charmeur. Als Reporter im Weissen Haus wäre es mir eher peinlich als Akteur in diesem Film aufzutauchen. «Hi, Mr. President!», Schleimspur hier, Schleimspur dort. Ein Tätscheln hier, ein Handshake dort. Dieses Video sollte an jeder Journalistenschule zum Pflichtstoff erklärt werden. Thema: «Richtiges und katastrophal falsches Verhalten gegenüber dem Gegenstand der Berichterstattung». Von falscher Anbiederung, über absolute Distanzlosigkeit, bis zur übermässigen Bewunderung, ist alles mit dabei.

Paper-Wars: Heute, der «Bund»

Aufregung in Holzhausen: Wenn sich der ehemalige CFO (Chief Financial Officer) mit dem ehemaligen CWO (Chief Writing Officer) anlegt, dann tönt das in ungefähr so:

«Bleibt die Frage, weshalb sich beim «Bund» und bei der «Weltwoche» (wo der Text am 2. Dezember 2008 gekürzt erschienen ist) niemand die Mühe gemacht hat, Zieglers Aussagen wenigstens stichprobeweise zu überprüfen

Toll übrigens, dass die Nachbarn von Blattkritik ihr Blog wieder haben aufleben lassen, momentan offenbar vor allem als Plattform für Drittautoren, die noch Altlasten aufzuarbeiten haben…

Update, 24 Januar 2008: Peter Zieglers Replik: «Der Voodoo-Finanzer»

«Newsnetz» macht den «Brückenbauer»

Ja, ja, die Zeiten werden härter, deswegen aber gleich alle Schamgrenzen fallen zu lassen, und sich auf solch peinliche Art und Weise bei der Migros anzubiedern einzuschleimen, ist dann doch etwas zu viel des Guten. Lieber «Tagi», liebe «Baz», lieber «Bund» und liebe «Berner Zeitung», dass man bei «Dutti» demnächst auch ein Fläschchen Bordeaux kriegt, hätte ich sicher noch früh genug erfahren, spätestens im nächsten «Brückenbauer», aber ein Aufmacher-Thema ist das  nicht. Niemals. Jetzt mal so rein nachrichtenwert-theoretisch gesehen.

Nix gehört

Sehe ich das richtig, der Republikaner Robert F. Bennett und noch ein paar andere hatten während der ganzen Obama-Rede Kopfhörer auf? Wieder einmal beweist die «New York Times» was man mit etwas Kreativität im Internet alles anstellen kann. Wirklich ein formidables Spielzeug, dieses Zoom-Foto. (via)

Update: Ganz nett umgesetzt finde ich übrigens auch dieses Wigdet: Da fühlt man sich doch gleich etwas ernster genommen, als Zeitungsleser, als Stimmbürger. Vielleicht auch eine gute Möglichkeit herauszufinden, was Leser wirklich interessiert und beschäftigt – jenseits von Klickzahlen und Leserfeedbacks, die üblicherweise in gefluteten Kommentarspalten untergehen.

Hammer Geschäftsidee

Jemandem hinterrücks den Ferrari aus der Garage klauen, danach derselben Person eine Zusammenarbeit im Autoexportgeschäft anbieten, selbstverständlich ohne zu erwähnen, dass man ihn bestohlen hat, gleichzeitig aber ankündigen, dass man in Zukunft noch die eine oder andere Nobelkarosse aus der Garage des Geschäftspartners zu stibiezen gedenkt. Und das kann funktionieren?

Keine Ahnung, aber das Vice Magazine scheint auf dieses Modell zu setzen.

Strappaziöser Hockeyjournalimus

Ein Prosit auf die «Stationäre Aufnahme». Dieser Anti-Pharmalobby-Pokal war längst überfällig.

  • Nachteil des anonymen Bloggens: Die Journalisten fressen das Buffet alleine leer.
  • Vorteil: Man muss sich dafür auch keine langweiligen Reden anhören.
Nur eines bin ich mir nicht ganz sicher: ob man das medium magazin wirklich kennen muss.

Die vergessenen Kriege

dievergessenenkriege

Vorsicht, dieses grossartige Dossier des Westschweizer Fernsehens könnte ihr Weltbild verändern, vorausgesetzt man versteht ein Minimum an Französisch. Hierlang bitte

Basic Sinking

Mann, Mann, Mann, hier ist echt komplett Land unter.

Ja, davon bin ich ebenfalls überzeugt. Ehrlich gesagt, ich habe den Hype um diesen Blogverkauf von allem Anfang an nicht verstanden. Ein paar Tage rivva verstopft, sekundiert von «Bild.de» und anderen Blubberdiensten, die das Ganze auch noch winterlochmässig zum Webereignis schlechthin hochschaukelten.

Seit gestern Abend steht das Telefon nicht mehr still, teilweise habe ich heute echt mit zwei Handys am Ohr hier im Büro gesessen… Ich habe ja mit viel Resonanz gerechnet, aber das sprengt alle Erwartungen… Wow, einfach faszinierend, wie groß das Interesse an der deutschen Blogger-Szene ist…

In ein paar Wochen greift ihr euch an den Kopf, wie man für fünf Minuten Aufmerksamkeit 46’000 Euro in den Sand setzen kann. Das sind immerhin cirka 70’000 Schweizer Franken.

Bei uns rauchen die Köpfe, wie genau es mit Basic Thinking weitergehen wird.

Daran wird sich so schnell auch nichts ändern…

Robert hat etwas Unglaubliches aufgebaut, und ich habe jetzt eine echte Verantwortung auf meinen Schultern, Basic Thinking in seinem Sinne weiterzuführen.

Pathetischer geht’s nicht. Jeder trägt hier draussen genau die Verantwortung für sein eigenes Blog. Ein Bloggott gab es nie und eine Blog-Arche-Noah wird es auch nicht geben. Sorry. «In Sinne von Basic weiterführen» – Hihi, Copy-Paste aus der Blogbar? Ihr glaubt aber auch alles was im Internet steht…

Wir haben heute ein Team von drei Kollegen zusammengestellt, das zusammen mit mir auf Basic Thinking schreiben und unterschiedliche Bereiche abdecken wird.

«Unterschiedliche Bereiche», genau…

Am Montag werden die Kollegen sich hier melden und vorstellen. Bis dahin nutzen wir das Wochenende, um ein möglichst rundes Konzept auszuarbeiten. Und dazu bräuchte ich Feedback von euch:

Nö, keine Lust…

Wir werden eure Wünsche gerne bei der zukünftigen Gestaltung des Blogs berücksichtigen. Wie bereits erwähnt, soll dessen führende Rolle ja nicht nur erhalten, sondern sogar ausgebaut werden. Dabei könnt ihr uns helfen!

Hilf dir selbst…und wer hilft mir?

Gerne möchten wir einigen von euch die Chance geben, zukünftig als Autor an Basic Thinking mitzuarbeiten. Meldet euch bei Interesse bitte bei mir unter [Edit: strohhalm@serverluft.de] – am besten mit einer kurzen Information zu eurer Person und einer Begründung, warum gerade ihr einer der neuen Basic Thinking-Blogger werden solltet.

Im Klartext: Das funktioniert nie. Ihr habt eure Chance bereits halbwegs vermasselt, also zieht nicht erst andere da mit rein, auf die ihr am Ende die Schuld billig abschieben könnt.

Weiter geht’s wqöoijqvanalöerktg öjeaoivföeqrrgjö eovohieuohqögr hier.