Fertig Schrebergärtligugus
Ab sofort gilt hier in den Kommentaren Pseudonympflicht. Wer mit Realnamen kommentiert, wird gnadenlos via Telefonbuch zurückverfolgt und mit Werbung eingedeckt. Über die maximale Kommentarlänge (Vorschlag 140 Zeichen) mache ich mir noch ein paar Gedanken. Könnte ja sonst allenfalls sein, dass sich jemand zu viele Gedanken über ein Thema macht, oder noch schlimmer: MIR widerspricht! – Anstatt wie ein Berserker rumzuklicken.

Findi guet! :)
super, wenn auch ein wenig umständlich.
tolle idee!
Muss man sich denn auch noch einen Fake E-Mail Account zulegen? und ich vergess das sicher wieder bis ich zum nächsten Mal hier kommentiere. Anonym ist echt anstrengend. Und man muss auch aufpassen nichts falsch zu machen.
yes, we can.
@Max&Moritz: doppelidentitäten sind auch ok. fake e-mail? why not, haupsache du kontrollierst sie regelmässig, wegen dem newsletter mit feinen produkteinformationen, den ich demnächst einführe ;)
Gerade jetzt, wo ich auf Realnamen umstellen wollte … grrrr…. also Herr U. G. Udu aus Uguhausen, ich finde das unter aller Sau.
˙ʇɹǝıɹǝʇuǝɯɯoʞ nƃnƃn uoʌ ƃolq ɯǝuıǝ uı uɐɯ uuǝʍ ‘ǝɯɐǝulɐǝɹ ɹǝp uoɥɔs ʇɹǝıssǝɹǝʇuı uǝʍ ˙ǝǝpı ǝqɹǝdns ǝuıǝ ɥɔı ǝpuıɟ
hey, empfehle mal kurz über den nahen osten zu bloggen – dann wird dieses scherzchen zur bitteren realität – „nazi“, „bezahlter arabischer terrorist“, sind die netteren der nettigkeiten anonymer kommentatoren mit gefakter e-mail-adresse. no, they can’t do it
Einen Verstoss gegen das Ugugusche Pseudonymgesetz mit Eindeckung von grüner Werbung zu bestrafen, halte ich für eine unverhältnismässig harte Sanktion. Ja, sie stellt womöglich einen Verstoss gegen die Europäische Menschenrechtskonvention dar. Dem gegenüber erscheint der Reichensteinische Strafmassnahmenkatalog geradezu links und nett: Wer gegen die OR-Gesetze verstösst, muss lediglich mit der Veröffentlichung seiner Geschäftsadresse rechnen.
@andré: ich sehe schon, wir drehen und in dieser anonym-pseudonym-debatte im kreis. endlos quasi. was noch lange nicht heisst, dass es nicht genügend gute gründe gibt ein blog unter einem pseudonym zu führen oder halt auch mal ein pseudonym bei einen kommentar zu hinterlassen. das spektrum ist natürlich relativ breit: von der künstlerischen freiheit bis zum quellenschutz in eigener sache.
auch die paar spinner, die sich zuweilen bei dir drüben rumtreiben (manchmal sogar hier), überzeugen mich nicht vom gegenteil. kommentare zu schliessen oder eine registrationspflicht einzuführen, kann im falle deines blogs durchaus sinn machen. die frage ist: spielt es ein rolle, ob ich mich dann dort als „ugugu“ anmelde oder als „hanspeter peterhans“. ich meine, rauskicken kannst du mich immer noch, nur vielleicht nicht lückenlos überwachen – mal von ip oder linguistischen spielereien abgesehen. mit anderen worten: was mich beunruhigt, sind leute, die einer lückenlosen überwachung der internetuser das wort reden. (siehe aktuell dazu auch die bka-debatte in deutschland)
auf was ich mit diesem beitrag ausserdem rumtreitten wollte: im gegensatz zu otto-normalblogger stehen zeitungswebsites immer auch in einem kommerziellen spannungsfeld. sprich: eigentlich ist es ihnen scheissegal, was die leute unter ihre artikel schreiben, hauptsache sie tuns. und das unterscheidet sie dann doch noch ein wenig von nahostbloggern, die sich durchaus auf vernünftige debatten einlassen, nicht?
Dieses Realname-Gedönse ist lachhaft.
Nehmen wir an, ich bin gerade grausam schlecht auf meinen Chef zu sprechen: Ich tippe in seinem Namen (ist ja ein realer Name) einen fremdenfeindlichen / vor Dummheit stiebenden / absolut unglaubhaften ect Kommentar unter einen der häufig diskutierten Artikel auf einer Online-Plattform.
Nehmen wir weiter an, andré, dass ich dazu nur den Namen und den Vornamen des Chefs brauche und keine Verifizierung, dann landet mein Chef mit einem ihn blossstellenden Kommentar auf einer häufig angeklickten Seite.
Nehmen wir weiter an, dass dieser Chef – genau wie ich – der einzige mit diesem Namen in der ganzen Schweiz ist (wenn ich meinen Namen ins Online-Telefonbuch eingebe, erscheint genau ein Eintrag: meiner).
Nehmen wir an, ich nerve im Namen meines Chefs mit meinem Kommentar die Kunden meines Chefs (kein Problem: er könnte als Transportunternehmer für höhere Benzinsteuern sein / als Bioladenbesitzer für Gen-Food plädieren usw), dann hat mein Chef ein gewaltiges Problem
Wir können auch den umgekehrten Fall annehmen: Ich habe gekündigt und will meinen Job wechseln. Mein Chef weiss, dass ich die Einzige bin, die in der Schweiz diesen Namen trägt ….
Ich nenne dieses Realnamentheater eine Farce, vor allem, wenn der Realname oder ein „real möglicher Name“ eingetippt werden muss – ohne dass dann irgendein Mensch überhaupt kontrolliert ob ich jetzt wirklich Hans Muster bin oder nicht eventuell doch Lieschen Müller.
Wo bleibt denn hier der Persönlichkeitsschutz?
@ugugu: yep, absolut rein gar nichts gegen harte kritik, deutliche worte, allenfalls einigermassen in zivilisiertem ton gehalten – sehr viel hingegen gegen überwachung.
aber gell, wir wissen ja deklariertermassen, wie das im nahen osten mit den foreign journalists läuft. falls nicht:
http://www.haaretz.com/hasen/spages/921104.html
Neulich musste ich erst realisieren als man mich im Wartezimmer meines Zahnarztes beim Realnamen aufrufen wollte, dass ich eh nur noch auf meinen Nick reagiere. Ich bezeichne mich somit als eingenickt.
Aber Frau Zappadong, auch mit Pseudonym ist man vor Missbrauch seines „Namens“ (resp. Pseudonyms) nicht sicher, siehe Pseudonym dieses Kommentars (nein, ich bin nicht Frau Zappadong).
Und ob das wirklich DER Ugugu ist, der bei Ihnen drüben oder anderswo kommentiert, wissen Sie schlussendlich auch nicht (auch die nicht publizierte E-Mail-Adresse könnte gefakt sein, was ich hier nun nicht gemacht habe, damit Ugugu weiss, dass ich es nicht böse meine, hier unter falschem Pseudonym zu schreiben).
Damit solche „Missbräuche“ nicht auftreten, könnte eine Lösung sein, dass man einen abgeschickten Kommentar via E-Mail (das kann ja ein anonymes Konto sein) bestätigen muss, bevor er publiziert wird.
Mein Pseudonym ist sowieso schon echter, als der Name den mir meine Eltern verpasst haben. :)))