Journalistenschredder

Apropos Immobilienblase

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am November 12, 2008

Ha! Auf sowas ist bei uns noch gar kein Verleger gekommen. Ich will ja niemanden auf dumme Ideen bringen, aber wie wärs damit: Zeitungsredaktionen in die Vorstädte verlegen, im Gegenzug das Immobiliar in der Innenstadt vergolden, um mehr Ressourcen für «Qualitätsjournalismus» freizuschaufeln? Hinaus in die freie Natur, oder zumindest nach Bümpliz, Muttenz oder Wallisellen. Dort wo das richtige Leben spielt, quasi.

9 Antworten

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  1. Medienspiegler sagte, am November 12, 2008 zu 1:39

    Ich vermute mal, dass im Hause NZZ genau das in den nächsten ein, zwei Jahren passieren wird. In Schlieren hat’s meines Wissens nämlich noch viel Platz.

  2. Mara sagte, am November 12, 2008 zu 2:53

    Der Blick ins Grüne soll ja die Konzentration fördern.

  3. zappadong sagte, am November 12, 2008 zu 3:07

    Also, ich weiss nicht, was Ihr alle habt. Ich wohne im Grünen und liebe es … So ein bisschen Abstand von all dem (künstlichen) Hype wird manchem vielleicht gut tun.

  4. Mara sagte, am November 12, 2008 zu 3:15

    @ zappadong

    Die nächsten Bibliotheken wären mir zu weit weg…

  5. andré sagte, am November 12, 2008 zu 5:12

    fragt doch mal bei den Baz-Kollegen nach, wie sie denn das Arbeiten im Grünen so empfinden – nicht jedem, wie SF im Leutschenbach, wird ja ne Tramlinie vor die Hütte gebaut…

  6. mds sagte, am November 12, 2008 zu 9:25

    @Medienspiegler: Bei der NZZ hat man doch mit dem Umbau der Untergeschosse schon den Anfang macht, nicht?

    Daneben die vielleicht etwas ketzerische Frage: Wieso Arbeitsplätze ins Grüne verlagern, wenn man glaubt, diese Arbeitsplatz gleich ganz streichen zu können?

  7. mds sagte, am November 12, 2008 zu 9:26

    @Mara: Keine Sorge, selbst unsere Bibliotheken verlagern sich mehr und mehr ins Netz – zum Glück, es ist geradezu absurd, welchen Aufwand man heute betreiben muss um an Informationen zu gelangen, die in einer Bibliothek zu finden ist.

  8. Mara sagte, am November 12, 2008 zu 9:59

    @ mds

    Schon mal einen 500 Seiten-Schinken auf dem Bildschirm gelesen? … in solchen Fällen kann kein Weg zu weit sein.

    Und wieso soll es heute anstrengender sein als früher? Abgesehen davon, dass mein Fahrrad sehr viel besser läuft als das meiner Grossmutter..:-), stehen einem gerade im historischen Bereich so unglaublich viele grossartige Dokumente zur Verfügung – an die man vor der Öffnung des Osten nicht im Traum gedacht hat – das sind 1.000.-km fast schon läppisch..

    - verschwindet wieder zurück in ihre Papiere..ja…papiere.

  9. Herr Akles sagte, am November 17, 2008 zu 8:14

    Ich als griechischer Stadtgott plädiere (wie immer) für das Gegenteil: Geht nicht hinaus ins Grüne, sondern holt das Grüne zurück in die Städte! Den meisten Städten fehlt es nämlich arg an Grünflächen. Wenn sich Frau und Herr Journalist für einen Artikel in den nächsten Park statt in den McDagobert oder StarFucks setzen könnten, kann sich das gar nicht nicht auf die Artikelqualität auswirken. Sanftes Vogelgezwitscher wäre schon mal etwas anderes als das Bruzzeln der Friteuse oder das Geheul der Kaffeemaschine.


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