Journalistenschredder

Big Brother Awards: Go for it Tamedia

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Oktober 14, 2008

Verdient hätten den schnieken Betonpokal alle. Aber es kann nur einen Sieger geben. Um der Jury die Entscheidung zu erleichtern, habe ich kurz ein Dossier in Sachen Facts 2.0 zusammengestellt.

Update: Ich sammle mal die Medienreaktionen. Als erstes vermeldet (Respect!) die «Bernerzeitung» (Tamedia) die Nominierten; erwähnt wird Tamedia zwar nicht wörtlich, immerhin aber ein Link auf die BigBrother-Website gesetzt. Abwarten, vielleicht traut sich jemand von der Konkurrenz…

Bernerzeitung.ch: Datensünder werden in Bern «ausgezeichnet»

Update, 15.Oktober 2008: In anderen Jahren verursachte bereits die Bekanntgabe der nominierten Schnüffel- projekte ein breiteres Medienecho. Was solls, ist heutzutage ja alles im Netz zu finden (via). Und vielleicht erfährt man morgen auch hier mehr dazu.

5 Antworten

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  1. köbi bünzli sagte, am Oktober 15, 2008 zu 11:46

    apropos tamedia: wie ist jetzt das mit den links, die aufs newsnetz führen, lieber ugugu? mach ich mich jetzt strafbar, wenn ich auf tagesanzeiger.ch verweise? ich bitte um eine rechtsauskunft.

  2. Frau Müller sagte, am Oktober 15, 2008 zu 11:58

    Betreffend Medienecho: Vielleicht ist die Verleihung des Big Brother Awards zu wenig sexy für die Presse. Wahrscheinlicher ist aber, dass hiesige Journalisten – wie die allermeisten Bürger – völlig apathisch gegenüber dem Bedrohungspotential für die Privatsphäre und Freiheit des Individuums sind.
    Die ersten Big Brother Awards wurden ca. im Jahr 2000 verliehen. Das Groteske ist, dass die vergleichsweise geringen Überwachungsmöglichkeiten von anno dazumal eine weitaus grössere mediale Resonanz auslösten als es die Orwellschen Realitäten des Jahres 2008 vermögen.
    Man braucht sich nur mal die Quasi-Null-Resonanz in den Medien auf die Mailschnüffelei bei Facts 2.0 anzuschauen und mit welcher Selbstgerechtigkeit Christoph Lüscher das Ausspionieren seiner «Kunden» rechtfertigt und zum Standart erhebt (Siehe http://metablog.ch/?id=389 : «Wir behalten uns in den AGB vor, insbesondere (aber nicht ausschliesslich) beim Verdacht auf einen Verstoss gegen die AGB, interne Nachrichten auf FACTS zu prüfen.»)
    Und niemand murrt. Niemand? Nein, ein paar Unbeugsame leisten noch Widerstand. Danke, Ugugu, dass Sie dieses Thema hier aufgreifen.

  3. ugugu sagte, am Oktober 15, 2008 zu 3:23

    @KöbiBünzli: Links setzen darf man unterdessen (muss man aber nicht)

    @FrauMüller: Ich bin mir nicht sicher, ob einfach alles so apathisch hingenommen wird. Immerhin ist zuletzt etwa die Initiative gegen biometrische Pässe mehr oder weniger jenseits ‘veröffentlichter Meinung’ zustande gekommen. Abstrakte Themen haben es oft schwer, solange kein Missbrauch vorliegt.

    Nur, sollte ich als (naiver) Inhaber eines Gmail-Kontos die Durchsuchung meiner Mails für Marketingzwecke einfach akzeptieren, da ich von Technik ohnehin einen blassen Schimmer verstehe, oder darf ich mir trotzdem Sorgen um meine Daten machen? Und wenn ja, wo setzt man die juristischen Grenzen? Warum nicht vor der Durchsuchung?

    Ich glaube das Bewusstsein für solche Themen ist durchaus am Wachsen. Was es in der Regel braucht sind konkrete Fälle: „Tagi durchschnüffelt Mails“, wäre ein solch konkretes Beispiel. (Für den Rest, siehe BB-Nominierungen) Davor werden Leute, die sich für solche Themen interessieren – wie in Falle Facts 2.0 unterschwellig auch geschehen – gerne auch mal in die Paranoia-, Nerd- oder ganz einfach Spinner-Ecke abgeschoben.

  4. mds sagte, am Oktober 18, 2008 zu 10:56

    Wo findet man eigentlich weitere Informationen zu den einzelnen Nominationen? Die verlinkte Liste der Nominierten ist etwas gar summarisch um sich ein eigenes Bild machen zu können.

  5. ugugu sagte, am Oktober 18, 2008 zu 1:01

    Also am besten Dokumentiert sind wohl „Nestlé/Securitas“ (in Zeitungen) und Tamedia (in Blogs). Also würde ich sagen „Google News“ und „Twingly Blogsearch“. Allerdings finde ich auch, sowas müsste auf einer BB-Website dokumentiert sein…


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