Journalistenschredder

Tuten und Blasen

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Oktober 2, 2008

Jaja, ist ja gut. Jetzt quengelt mal nicht so. Auch die «Weltwoche» kriegt mal einen Link. Warum sich äusserst selten jemand mit dieser Bullshit-Kolumne auseinandersetzen mag? Keine Ahnung. Vielleicht, weil 90 Prozent der Aussagen darin Bullshit sind? Vielleicht, weil andere Medienjournalisten das Huffington-Blog und «Blog-Bashing» im Allgemeinen bereits vor Jahren entdeckt haben? Vielleicht, weil das Thema «Journalisten die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben» einfach irgendwie durch ist? Andere Blogger führen solch «churnalistische» Instant-Analysen in Rubriken wie «Idiot des Tages». Mich überkommt bei der Lektüre der Kolumne vor allem eins: Die grosse Langeweile.

Update und Korrektur (falsch verlinkt): Nicht das «Huffington-Blog» hat die Sache mit dem «Drudge-Report» aufgedeckt, sondern ein in der Bullshit-Branche tätiger Blogger. Huffington verlinke ich grundsätzlich nicht mehr – der versauten Sprache wegen. Und PR-Journalist Kurt W. Zimmermann sowieso nicht.

14 Antworten

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  1. köbi bünzli sagte, am Oktober 2, 2008 zu 9:46 am

    seid ihr (medienblogger) jetzt alle beleidigt, dass ihr (medienblogger) von herrn kurt w. zimmermann ignoriert wurdet?

    aber danke für den tipp mit dem hose&dose, macht noch einen sympathischen eindruck. neuentdeckung des tages.

  2. xiongshui sagte, am Oktober 2, 2008 zu 9:52 am

    So generiert man Klickraten: erst schreibt man einen Artikel, von dem man weiß, das er dem einen oder anderen sauer aufstößt und hofft auf’s “du schreibst Bullshit”- Echo. Und siehe da, es hat wieder funktioniert, Zimmermann darf sich heute über exorbitante “Einschaltquote” freuen, gönnen wir ihm den Spaß!

  3. ugugu sagte, am Oktober 2, 2008 zu 10:03 am

    @köbibünzli: Also eigentlich hat er vor allem die “Unterhaltungsblogger”, was auch immer das sein soll, nicht erwähnt ;-)

    @xiongshui: Ein durchschaubarer Taschenspieler-Trick, fürwahr! Aber: Ich gönn Zimmermann den kleinen Triumpf, weil 1. Viele Journalisten Journalisten geworden sind, weil sie auch mal ins Fäustchen lachen wollen, und 2. Zimmermann offenbar schon lange nicht mehr ins Fäustchen gelacht hat.

    Oder anders gesagt: Ich glaub nicht, dass ein solcher WeWo-Artikel deren «Traffic-Problem» langfristig löst. Von den samt und sonders in den Sand gesetzten Weltwoche-Blogs mal ganz zu schweigen.

  4. Der Gabriel sagte, am Oktober 2, 2008 zu 11:19 am

    aber aber, so schreibt man doch nicht, wenn einem das egal ist, was da steht beim zimmermann.

    schon eher nach einem volltreffer, oder?

    hehe.

  5. köbi bünzli sagte, am Oktober 2, 2008 zu 11:26 am

    @ugugu: hast du den text wirklich gelesen? selbstverständlich hat er die unterhaltungsblogger auch erwähnt. meinen kommentar dazu am sonntag bei uns drüben.

  6. ugugu sagte, am Oktober 2, 2008 zu 11:33 am

    @DerGabriel: Sag ich irgendwo, dass es mir egal ist ;-)

    Sicher, man könnte die Kolumne nach Dr. Bullshits «Bullshit-Skala» von 1-10, Satz für Satz, feingliedrig zerlegen, aber das war es mir heute Morgen einfach nicht wert. Bullshit deserves Bullshit.

    @KöbiBünzli: Sagen wir mal so, ich hab mich durchgekrampft. Moment, aber Sauglattismus erwähnt er nicht wörtlich, oder?

  7. köbi bünzli sagte, am Oktober 2, 2008 zu 11:47 am

    nene. der geschätzte herr kurt w. zimmermann (wieso haben etablierte journalisten eigentlich immer einen buchstaben zwischen dem vor- und nachnamen?) meint, es gebe keinen, ich zitiere “flotten unterhaltungsblog” in unserem lande. tja, da hat er uns halt vielleicht übersehen. ist ja auch nur ein mensch. also ich nehme das nicht persönlich.

  8. ugugu sagte, am Oktober 2, 2008 zu 11:53 am

    Kompensation: Das «W» ersetzt das fehlende «Dr.». Oder gibt es ein Journalist, der sich Frank Dr. A. Meyer nennt?

  9. Idiot des Tages V « Hose&Dose sagte, am Oktober 2, 2008 zu 1:18 pm

    [...] und von der Weltwoche im Besonderen gewöhnt sind. Er war halt einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Wir feiern schliesslich den Titel “neuentdeckung des tages”. (merci köbi [...]

  10. Thinkabout sagte, am Oktober 2, 2008 zu 2:04 pm

    Ich verstehe die Aufregung nicht so richtig; der beste Einwand bzw. die beste Replik ist der Hinweis auf den Erfolg der Weltwoche-Blogs. Der sitzt. Und kann ohne jeden Verdacht des “Betupftseins” formuliert werden. Bei Hogenkamp / Medienlese habe ich noch nicht gelesen. Bin gespannt, was ein Berufsblogger von dem allem hält…

    Aber was mir ein anerkannter Journalist dieser Tage über die Selbstbespiegelungstendenz von uns Bloggern (er hat MICH angeschrieben, es können sich daher alle anderen ausnehmen) schrieb, hat irgendwie schon etwas für sich.
    Das kann auch damit zusammen hängen, dass wir eben keine Lobby haben. Was wir so alles auf die Fahne der Unabhängigkeit schreiben, bedeutet halt auch, dass so manches Label und deren Schreiberlinge sich schwer damit tun, uns einzuordnen.

  11. Matthias sagte, am Oktober 2, 2008 zu 3:03 pm

    @thinkabout
    Wenn ich mir in der Bücherei einige Bücher ausleihe und anhand derer die Weltliteratur als Solches beurteile, mache ich ungefähr denselben Fehler wie der Journalist, der Dich angeschrieben hat.

  12. ugugu sagte, am Oktober 2, 2008 zu 3:23 pm

    @Thinkabout: Eine Blogger-Lobby? Jesses! Was soll den ein solcher Blog-Lobbyist den ganzen Tag tun? Nix da, da schau ich lieber den ganzen Tag «Anerkannten Journalisten» beim Blogeinordnen zu – bis mir trümmlig wird.

  13. Patrick C. Price sagte, am Oktober 2, 2008 zu 6:39 pm

    @ ugugu: hast du die AGB’s der Weltwoche gelesen? Darf man auf die ungefragt verlinken? ;-)

  14. ugugu sagte, am Oktober 2, 2008 zu 7:18 pm

    meinst du das hier: “weltwoche.ch arbeitet mit Tools und Links zu anderen Websites.


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