Islamhasser auf FACTS 2.0
Community-Management ist eine diffizile Angelegenheit, aber das sprengt nun alles bislang da gewesene. Ich habe mich nun mehr als zwei Tage zurückgehalten. Gehofft, irgendwann würde jemand den Delete-Button finden. Und kann es immer noch nicht glauben, dass dieser Kommentar nach wie vor so auf FACTS 2.O zu finden ist.
Ich bin weiss Gott kein Religionsexperte (genauer gesagt: Atheist), aber für Fundamentalisten, die unter dem Deckmantel pseudoreligionswissenschaftlicher «Erkenntnisse» nichts als Hass unter religiösen Strömungen säen, habe ich nun wirklich kein Verständnis. Dieses Geschmier auf Facts 2.0 hat nichts mit Islamkritik zu tun, sondern ist Islamophobie gepaart mit Rassismus in Reinkultur. Dass sich der gleiche Autor auch noch als Antisemit outet, hätte bestimmt nicht nur mir auffallen können/sollen/müssen.
Und bevor hier in den Kommentaren jetzt selbsternannte, xenophobe «Islamexperten» irgendwas von «Political Correctnes» labern, sei angemerk: der Löschbutton erfüllt in gewissen Fällen durchaus seinen guten Zweck. Rassismus und Antisemitismus wären zwei davon.
Update, 1. Oktober 2008: Der Kommentar wurde gelöscht und Facts-User «a» von der Plattform verbannt.
Zu Dokumentationszwecken im Long Tail: Screenshot des oben erwähnten Kommentars. Ansonsten die Kommentare unter diesem Blogeitrag etwas gar im luftleeren Raum schweben.

gewiss politisch inkorrekt, aber rechtlich wahrscheinlich unbedenklich, weil keine tatsachenbehauptungen aufgestellt werden. der autor stellt nur fragen, urteilt jedoch nie.
die fragen anstelle von urteilen sind ein billiger rhetorischer trick. – interessant ist doch, dass der mann einen mehr oder weniger identischen kommentar bei facts schon an anderer stelle gepostet hat:
http://facts.ch/articles/1379027-fahndung-nach-islamisten-auf-der-ruckkehr
ist das jetzt seriell fragen gestellt oder seriell gehetzt?
Oh, man kann mit “lediglich” Fragen also nicht urteilen?
@ guido: natürlich kann man das, tut er ja. ist aber juristisch wohl nicht festzumachen. das ist der punkt.
Es ist immer eine Abwägungssache beim Moderieren: Auch aus den dümmsten Kommentaren können manchmal interessante Diskussionen entstehen. Manch ein User liest einfach zuviel Weltwoche, ist aber abgesehen davon ein netter Kerl. Ich persönlich würde immer energisch für einen möglichst sparsamen Einsatz der Lösch-Buttons plädieren.
Aber in diesem Fall scheint mir die Sache auch eindeutig. Die”rhetorischen Fragen” sind in der Tat ein billiger Trick, um sich der juristischen Verantwortung für diskriminierende und beleidigende Statements zu entziehen.
Nun lässt es sich auf solchen offenen Plattformen nicht vermeiden, dass da ab und an irgendein *§%/!* Dreck postet. Es ist bei der Menge an Artikeln, die bei Facts täglich aggregiert werden, auch möglich, dass das nicht sofort ein Moderator sieht.
In solchen Fällen wäre es wohl das beste, wenn alle User, die solch einen Kommentar finden, einen zuständigen Facts-Mitarbeiter informieren und sich über den Kommentar beschweren Das mit dem Löschen geht dann meiner Erfahrung nach sehr zügig, wenn auch gelegentlich etwas in die falsche Richtung… ;-)
[...] und Kommentar-Moderation bei Facts 2.0 Ugugu macht sich Gedanken zu einem aktuellen Fall auf einem Schweizer [...]
@Flashfrog: Von Hexenjagden halte ich grundsätzlich auch nichts. Aus welchem politischen Lager jemand auch immer sein mag. Von einer Kontrolle des Internets ebenfalls nichts. Wenn islamophobe Spinner ihre verqueren Theorien auf einem eigenen Kuschelportal austauschen wollen, sollen sie es von mir aus tun.
Was hingegen gar nicht geht, ist solcherlei Hetze beispielsweise hier abzuladen. Erstens bin ich keine Anlaufstelle für ausstiegswillige Extremisten und zweitens fehlt mir Zeit und Lust jeden Blödsinn in seine Einzelteile zu zerpflücken. In meinem Privatleben lasse ich mich hingegen durchaus hin und wieder auf Debatten mit xenophoben Zeitgenossen ein (Ist ja nicht unbedingt ein Gruppierung, die sich gross verstecken würde oder müsste); Rassismus tolleriere ich allerdings auch in solchen Gesprächen nicht, sei dieser noch so versteckt-verschwurbelt vorgetragen, und mein Gegenüber noch so “nett”.
Lange Rede, kurzer Sinn: Entweder man hat die nötigen Ressourcen (oder die nötige Community) solcher Hetze etwas entgegen zu halten, oder man löscht es halt einfach raus. Worauf ich im vorgebrachten Beispiel nach wie vor warte…
“Sie” (die beherrscher des delete-buttons) bei facts müssten diesen kommentar überhaupt erstmal als Hetze, als Rassismus, erkennen. Und daran scheint es zu hapern…
bzw. die anderen Kommentare von ihm als antisemitisch….
Und gleich noch so ein unsäglicher Erguss des gleichen Autors. Vielleicht sollte ich mal den hier fragen, ob er nicht Hausintern etwas Religions-Consulting leisten könnte. (Also eigentlich auch Hausextern: Ich bin underdessen nämlich ziemlich Ratlos, welcher Fundi-Trupp Herrn «a» wohl an die Facts-Front abkommandiert haben könnte…)
Jede Plattform hat die User, die sie verdient. Mich wundert bloss, dass deren Macher kürzlich noch grosse Töne spuckten von wegen “lasst uns unsere Arbeit machen” – man darf sich unterdessen fragen, worin diese besteht. Offenbar eher im Hochkommentieren von sonst resonanzlosen Beiträgen als im Lesen der paar User-Kommentare. Oder vielleicht ist es bloss skurriles Kalkül: ein Köder, um wieder mal eine Debatte zu provozieren, was wieder Klicks ergibt, was wieder Werbung ergibt. Soll wohl angewandter Macchiavelli sein :-)) Dabei ist es bloss Wolfgang Ambros (“Nach mir die Sintflut”)
@bugsierer Oh, danke :) Und ich tat das nicht?
:P
@ haslo: öhm… wie war gleich die frage?
in der tat sehr beunruhigend, dass diese doch recht klar zuzuordnenden kommentare mittlerweilen offensichtlich ohne weitere probleme einen multiplikator finden. die frage die sich stellt ist nicht, ist das rechtens, sondern ist es richtig, diese unmissverständlich ideologisch motivierte islam-hetze zu publizieren? wem dazu keine antwort in den sinn kommt, dem sei der blick in den nahen osten empfohlen – ansonsten reicht auch der blick auf die nahende minarett-initiative mitsamt deren folgewirkungen
Selber als Verfasser “skurriler” Beiträge mit deklariert christlichem Hintergrund nicht unbekannt, möchte ich hier eine Lanze für die Meinungsfreiheit brechen. Solche rhetorischen Fragen müssen erlaubt sein. Ich beobachte, dass gerade Menschen, die sich als “Atheisten” bezeichnen und sich dadurch gegen Hass und Gewalt gefeit glauben, hier sehr strenge Massstäbe anlegen, wenn es um das Judentum und den Islam geht, gegenüber sehr ausfäller Aeusserungen gegenüber dem Christentum aber sehr tolerant sich zeigen. Ein deutscher Satiriker hat dies auf dem “Pardon-Blog” mal sehr schön in eine Zeichnung gepackt: “Allah ist wenigstens ein Gott mit Migrationshintergrund”.
Mir scheint es hier wichtig festzuhalten: Religiöse Toleranz ist eine Erfindung Westeuropas. Sie rechnete in der Regel nur mit verschiedenen Schattierungen des Christentums. Auf dem blutigen Boden der Religionskriege entstand der philosophische Gedanke der Toleranz. Wie prekär diese religiöse Toleranz ist und wie anspruchsvoll zu leben zeigt etwa die Minarett-Diskussion in der Schweiz. Interessant ist immerhin zu bemerken, dass die 1866 durch französische Intervention erzwungene rechtliche Gleichstellung der Juden in der Schweiz durch das von der Bundesverfassung von 1874 ermöglichte Inititiativrecht schon 1893 eingeschränkt wurde, indem den Juden das Schächten aus Tierschutzgründen verboten wurde. Eine Aufhebung des Schächtverbotes versuchte zuletzt 2002 Bundesrat Couchepin: die Reaktionen aus der “eidgenössischen Volksseele”, die nur eine grosse Liebe zu den Tieren hat, aber beileibe nicht antisemitisch ist (Gott bewahre), veranlassten ihn umgehend von dem Vorhaben Abstand zu nehmen.
Solange also die “schweizerische Volksseele” bis zu 28 Sekunden Todeskampf einer Grossvieheinheit höher gewichtet als die Religionsfreiheit, finde ich es sehr heuchlerisch dann Menschen, die sich ernsthaft über den Symbolgehalt von Minaretten in der Schweizerischen Landschaft Gedanken machen, von vornherein als “Islamophob” zu verurteilen, denn auch die Muslime müssten ihr Halal-Fleisch schächten können.
Der Kommentar auf “facts.ch” müsste aber mindestens von einem Redaktor kommentiert werden, wenn schon die Community, die hier diskutieren will nicht mehr vorhanden ist.
lieber uertner, deine fundierten ausführungen in ehren, aber hier brichst du eine lanze zu viel. es handelt sich doch offensichtlich um einen kleinkarierten hetzer und wirrkopf, der sich auf facts als geschliffener agitator versucht. die rhetorische fragerei von dem mann ist nichts weiter als eine billige, islamophobische kloake, die man auf einer solchen plattform keine fünf minuten stehen lassen darf. punkt. er hat 2 x den gleichen kommentar gepostet, das sagt ja wohl schon genug. punkt.
ich bin nicht bereit, bei solchen leuten lange um den historischen und psxchologischen brei rumzureden. wer so hetzt und polemisiert, gehört gelöscht. vor allem auf einer plattform eines renommierten verlags. da ist mir auch der vergleich betr. schächten etc. völlig wurst. auch wenn hier nicht alles top läuft, brauchen wir keine solchen schreihälse, die sich mit rhetorischen tricks um jegliche rechtliche verantwortung herumdrücken.
dass sich der mann wirklich ernsthafte gedanken macht, glaubst du ja selbst nicht im ernst. täte er das, würde er nicht zweimal den gleichen stuss posten und an anderer stelle ähnlich wirres zeug verzapfen und die ganze religionsgeschichte in zehn zeilen aufkochen.
@ flashfrog
“Es ist bei der Menge an Artikeln, die bei Facts täglich aggregiert werden, auch möglich, dass das nicht sofort ein Moderator sieht.
In solchen Fällen wäre es wohl das beste, wenn alle User, die solch einen Kommentar finden, einen zuständigen Facts-Mitarbeiter informieren und sich über den Kommentar beschweren”
Dazu sage ich: Die Menge der Artikel, die aggregiert werden, mag gross sein, die Kommentare sind aber überschaubar. Und wenn man sich – gemäss AGB’s – so viele Gedanken und Sorgen um den Inhalt der Comunity macht und sich so sehr für die Qualität des Contents verwendet – dann lässt die Tatsache, dass der Kommentar ohne Gegenkommentar stehen bleibt, folgende Schlüsse zu:
1) Die Keeper of FACTS finden den Kommentar nicht nur nicht als problematisch, sondern auch nicht als zur Diskussion notwendig
2) Dem Versuch, so wie früher mit angestossenen Gender-Debatten Diskussionen zu lancieren, begegnen die verbliebenen User mit Verweigerung.
Langsam wird vielleicht klar, warum ich in meiner kurzen Zeit als FACTS2.0-Kolumnist manchmal fast zersprungen bin: Der nach aussen reklamierte Anspruch und das nach innen gezeigte Kalkül stehen schlicht in einem widerlichen Gegensatz.
Ich teile @Uertners Meinung: Der Artikel muss per se nicht der Delete-Taste anheimfallen. Wenn die so diskussionsfreudige Redaktion allerdings auch keinen Grund sieht, pointierte Gegenpositionen zu beziehen, dann ist das auch eine Aussage – und die befremdet doch sehr.
@Uertner stösst in seinem Kommentar eine Debatte über religiöse Toleranz an, die zu verfolgen hier vielleicht nicht der richtige Ort ist. Dennoch erlaube ich mir eine Bemerkung: Es mag manchen kaschierten antisemitischen oder islamophoben Grund für mangelnde Toleranz in Glaubensfragen geben – aber der Umgang mit Lebewesen, auch wenn Sie diese als Grossvieheinheiten bezeichnen – stösst in hiesigen Landen vielleicht tatsächlich an Grundprinzipien, vor denen ich für keine Glaubensgemeinschaft die Augen verschliessen muss, egal aus welcher Ecke sie stammen mag:
Ich bin für das absolute Verbot der Schächtung – und dass wir umgekehrt mit unserem Vieh, egal in welcher Einheit, oft noch viel lamentabler umgehen, ist kein Grund, davon abzuweichen – sondern einer, uns an der eigenen Nase nehmen zu lassen.
Mit den Beobachtungen über den heiligen Eifer von Atheisten sprechen sie mir aus der Seele.
Herrschaft, oder eben Herrgott: Wie schaffen Sie es nur immer, mit ein paar Abschnitten so viel Diskussionsstoff aufzuwirbeln?
Was ich vielleicht noch erwähnen sollte: Als nicht vor Hass geweihter Atheist bin ich nicht bereit Antiislamismus, Antisemitismus oder sonst irgend ein Antiismus als kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen verschiedenen Religionen oder Grossgruppen als Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens zu definieren. Das ist mir zu negativ. Solch simple Konzepte mögen gegen Ende des Vorletzten Jahrhundert einen gewissen Kitt zwischen Katholiken und Reformierten gebildet haben, die, wie Uertner richtig erwähnt, sich kurz davor gegenseitig noch die Köpfe eingeschlagen haben. Das sich auf Religion kein Staat bauen lässt, wussten, aus schmerzlicher Erfahrung, im übrigens auch schon die Staatsgründer von 1848. Die Präambel von “Gott, dem Allmächtigen” wurde vermutlich aus Toleranzgründen, oder eben als kleinster Gemeinsamer Nenner, dann trotzdem in der Verfassung gelassen. Ich kann damit (vorläufig) leben, kein Problem.
Update: Weil ich grad danach gesucht habe, die polnische Präambel gefällt mir allerdings noch viel besser…
Ich glaube sie verkennen hier einen fundamentalen Unterschied. Besagter Schreiber wirft hier keine Fragen auf, sondern lenkt den Blick des Lesers auf Thesen die so in rechten Kreisen immer wieder kursieren. Wer frägt sucht nach antworten. „A“ gibt diese Antworten jedoch in seinen Fragen explizit wieder, getarnt mit Pseudonaivität.
Seine Thesen sind gerade so perfide weil sie Bruchstücke aus einem ganzem Komplex herauslösen und meint mit diesen Splitterchen eine ganze Religion und nebenbei auch noch das Selbstgefühlt und die Psyche von Millionen von Menschen auf eins zurückführen zu können – auf Eroberungswillen. Damit hat er einfach nur die Sicht von Jahrhundeten übernommen. „Was wollen die Araber: uns erobern, damals in Spanien, dann in Wien..und jetzt halt hintenrum“.
(By the way hat im arabischen Spanien eine religiöse Toleranz geherscht, die die Christen erst 500 Jahre später langsam andachten)
Diskussion ist doch möglich, dass zeigen ja gerade viele aufkommenden Artikel in allen möglichen und eben nicht nur religösem Kontext. Gerne auch mit vielen Fragen, aber bitte nicht mit Phrasen die nur dazu dienen, nicht vom braunen Weg nach link und rechts zu schauen.
PS: einen kurzes theologisches Argument sei mir erlaubt, nicht nur der Islam sondern auch das Christentum wie auch das Judentum kennt die Lehre von der „Gottgegebenheit der Schrift“ im Gegensatz zur historisch kritischen Auslegung. – Wird deswegen „auge um auge, zahn um zahn“ praktiziert? Gerade seine theologischen Thesen sind sogar beim ersten Mal blinseln ziemlich lahm.
@uertner sei hier nachgetragen…
Wir haben einen neuen “ehemaligen Nutzer” bei Facts 2.0. Der Link den ugugu im Artikel erwähnt, führt zu einem Artikel ohne Kommentare, ebenso der im Kommentar vob Bugsierer. Im Kommentar zum Link in ugugus Kommentar vom 30.9. 14 Uhr, ist der erste Kommentar von “Ehemaliger Nutzer”, der war doch von “a”, oder?
Das Vorgehen der Facts-Redaktion ist auch hier ohne Beispiel: Das Löschen ist wirklich ein Lüschern: Das Timing stimmt praktisch nie – entweder es wird im Überschalltempo gelüschert, dass man sich in der Zugluft erkälten kann, oder viel zu spät. Wenigstens ist man in einem Punkt konsequent: Man erklärt sich und die Beweggründe nicht.
Dabei würde das die Kommentarstatistik mittlerweile sprunghaft verbessern, so rege, wie das Portal noch genutzt wird.
Wieso direkt löschen? Wieso nicht den (kompletten) Inhalt des Kommentars editieren und dazu erklären, wieso man das gemacht hat?
Immerhin wurde reagiert. Bravo und Danke. Wenn nach
dreieinhalb Tagen(Tschuldigung: Minus Sonntag) zweieinhalb Tagen auch reichlich spät. Hätte/könnte/wäre besser gewesen Herrn “a” mit Argumenten in den Senkel zu stellen – Ja, sicher! Interessiert mich aber nicht einmal so gross. Man darf doch auch mal Lob verteilen?@MacZürich: Der Kommentar unter “Ehemaliger Nutzer” war von “a”, den anderen hab ich ins Update gepackt.
@mad: Wie von Dr. Bugsierer bereits einmal ins Spiel gebracht: In einem Blog zu kommunizieren, wann, wie, wo, was und vor allem warum gelöscht werden soll, wäre sicher nach wie vor eine elegante Variante mit den Usern zu kommunizieren.
@mad: Bitte entschuldige, aber Kommentare zu editieren ist Unsinn. Dann schon eher den Text des Kommentars löschen und stattdessen ein Hinweis warum gelöscht wurde. Ein Editieren verstösst, meiner Ansicht nach, gegen das Urheberrecht des Kommentierenden.
@ugugu: Das mit “a” hatte ich auch so im Gedächtnis. Allerdings bleibt die Frage, ob er wirklich gelöscht / verbannt wurde, oder ob er “freiwillig” gegangen ist. Ich gehe allerdings schon von einer “Lüscherung” aus. ;)
Ansonsten kann ich der Ansicht nur zustimmen, dass die Kommunikation mit den Kunden auf Facts 2.0, wenn überhaupt, nur sehr marginal vorhanden ist.
Habt Ihre eigentlich auch den Eindruck, dass einige Diskussionen nur innerhalb der Redaktion erfolgen?
[...] Islamhasser auf Facts 2.0 [...]
Ich habe ja nun reichlich Erfahrung mit gelöschten Kommentaren: blogbar.de löscht meine Kommentare, winkelried.ch löscht meine Kommentare, krusenstern.ch löscht meine Kommentare (apropos Krusenstern: Im Rahmen meiner im Metablog erwähnte Recherche zum “Reporter ohne Grenzen Award” habe ich auch bei ihm einen Kommentar eingestellt. Der Kommentar wurde von ihm gelöscht). Das Muster ist stets dasselbe: Was nicht ins schöne Selbstbild der Website-Betreiber passt, wird weggeputzt und dann als “anonyme Schmiererei” diffamiert.
Deshalb und wenn ich auch mit dem Inhalt des inzwischen gelöschten Kommentars nichts anfangen kann (dass sich die Religionen gegenseitig dermassen hassen, ist mir absolut unverständlich), so halte ich es doch für falsch, solche Kommentare aus dem Internet zu löschen. Es geht doch nicht an, dass man für sich selbst immer und überall auch anonyme Meinungsäusserungsfreiheit reklamiert, den anderen aber dasselbe Recht verwehrt (wo ist Voltaire, wenn man ihn mal braucht?). Diese selbstgerechten Säuberungsaktionen im virtuellen Raum sind für mich äquivalent zur städtischen Vertreibungspolitik der (zumeist bürgerlichen, häufig aber auch linken) Politiker gegenüber Junkies, Zigeunern und anderen Gruppierungen, die gerade nicht ins saubere Stadt- bzw. Selbstbild passen.
Und bevor Ugugu etwas anderes behauptet: Nein, ich bin kein “selbsternannter, xenophober «Islamexperte»”. Ich habe einfach reichlich Erfahrung damit, andere Meinungen zu äussern; und die sind in der Regel sehr viel gesitteter und harmloser als das islamophobe Gewäsch, um welches es hier geht. Gelöscht werden sie trotzdem.
viel schlimmer noch sind die eindeutig rassistischen kommentare, die 20min.ch seit TAGEN an jeder miss-schweiz-story dranhängen hat – und es werden immer mehr… übelstes beispiel:
«traurig…30 jahre einwanderung und die schweiz ist nicht mehr wiederzuerkennen. in 30jahren werden die weissen vielleicht schon zur minderheit gehören. ich weiss nicht, wie man so etwas unterstützen kann»
(es geht um die gebürtige schweizerin whitney toyloy – von einigen primaten-hirnis anscheinend nicht als «echte» schweizerin akzeptiert. kann ich mir leider nur zu gut vorstellen – was ich mir nur schlecht vorstellen kann ist der, der diese kommentare dort aufschaltet und drauflässt – und die leute sogar über GENAU DIESES THEMA debattieren lässt – seit tagen (die können talkbacks migrieren)…
ürks.
@Der Gabriel Ich habe weder die Miss-Wahl verfolgt noch die Kommentare in 20Min gelesen. Aber nach kurzer Suche habe ich folgenden Artikel gefunden: «In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich?». Dort steht zu den rassistischen Kommentaren:
Dass gegen die rassistischen Sprüche öffentlich kräftig protestiert wird, finde ich sehr beruhigend; so wird öffentlich klar und deutlich, dass die Rassisten eine Minderheit sind.
Miss-Wahlen sind übrigens eine höchst sexistische Sache. Dagegen protestiert hier niemand?
@Matthias: Nun mal halblang, Ugugu löscht keine Kommentare. Nur ging es mir darum klarzustellen, dass ich absolut keine Lust habe hier eine Debatte mit ein paar halbstarken Miss-Schweiz- oder Islamhassern zu führen. Die sollen bittesehr bei 20 Minuten oder sonstwo bleiben. Allerdings habe ich bislang hier in den Kommentaren ein einziges Mal eine Grenze gesetzt: Nämlich dann, wenn jemand hier auftaucht und wildfremde Leute namentlich und zusammenhanglos als Halunken o. ä. betitelt. Dann entferne ich den Namen und setze ein paar Sternchen. Vielleicht findet das Voltaire nicht ok, für mich stimmt es im Moment so.
(…und wenn ich mich richtig erinnere, hat es bislang auch einmal den Kommentar eines aufstrebenden Start-Ups erwischt, welches hier allzu offensichtlich Eigenwerbung platzieren wollte, was von Herrn Aksimet offensichtlich übersehen wurde.)
Wahrscheinlich liebe ich aus diesen Gründen das alltmodische Buch und papierene Zeitungen/Zeitschriften.
Ich möchte schon gerne nachvollziehen können, was neu, was alt, was überarbeitet und was schon immer so dastand. Ich habe ja oben pladiert, dass man hetzerische und nicht besonders sachliche Artikel nicht so einfach stehenlassen kann. Aber wenn man sie löscht fände ich einen Reiter gut, der klarstellt dass und warum an dieser Stelle ein Artikel verändert/gelöscht wurde. Gerade weil Manipulationen so schnell und einfach sind, erwarte ich von den Seiten die ich Frequentiere eine gewisse Transparenz ihres Tuns. Die Zeiten des Kindergartens, in dem ich einfach auf die Kompetenz der Erzieherin blind vertraue, sind nun mal schon ein paar Jahre her..
@Mara: Hihi, sag mal, meinst du das ernst? Also ich hab meiner Kindergarten-Lehrerin nicht wirklich vertraut, die konnte sowas von falsch sein… Merke: Auch Kinder sind manchmal weniger naiv, als manch Erwachsener glaubt.
@ ugug: doch doch…der einen welcher…
Dass Kinder nicht naiv sind, kann ich nur unterschreiben. Aber eins haben sie allemal, den unerschütterlichen Glauben dass Erwachsenen alles können und schaffen…(das Glauben daran nimmt ja erfreulicherweise mit der Pubertät rasch ab…)
@ugugu Ich schreibe hier nicht von dir, sondern von facts und krusenstern und winkelried und blogbar, alles Online-Produkte, die gerne eine geschniegelte, saubere, einheitliche Maske aufsetzen und dabei alles löschen, was ihnen widerspricht.
@ matthias
natürlich ist es beruhigend, dass auch kräftig protestiert wird gegen solche voten. es ist nur so, dass es a) auffallend viele sind in dem talkback und b) sie nun mal rassistisch sind (ergo potentiell gegen das gesetz verstossen, aight?) – auf einem onlineportal einer zeitung, die doch verdammt viele junge menschen erreicht. ich finde es ein wenig verantwortungslos, diese beiträge überhaupt aufzuschalten.
klar sind miss-wahlen sexistisch. aber ich glaube, die proteste darüber sind im zeitalter der miss-everythingisierung (nicht zu vergessen: mister gibts auch überall) gestorben.
Dein Artikel verstehe ich nicht so ganz. Was ist falsch daran Fragen zu stellen? Und noch was: Rassismus ist schwierig beim Islam, da es keine ethnische Gruppe ist – eigentlich ist es sogar unmöglich aus rassistischen Motiven gegen den Islam zu sein. Und zu letzt: Islamophobie gibt es nicht – wenn du selber eine Phobie hättest, wüsstest du das.
PS: Wenn der Kommentar nicht erscheint, würde das deine eigene Intoleranz zeigen (da ich hier ganz sicher nicht gegen das ARG verstosse). Doch die Hauptsache ist, dass du diesen Beitrag gelesen hast :-)
@Andi “Dein Artikel verstehe ich nicht so ganz” trifft’s wohl ganz gut… PISA hat einfach doch Recht. Leider.
@Andi,
äh..hast du ihn den gelesen?
Warum diese Web site haben nicht andere Sprachunterstützung?
Versuch es mal damit. doesn’t make to much sense, though. Einen Übersetzer kann ich mir leider (noch) nicht leisten ;-)
Ein schönes Reiseportal haben sie da herr ingiltere vizesi, wohin darf ich ihnen die Rechnung schicken?
[...] nur als Nachtrag zum Thema Facts 2.0, Community-Management und Trolle. « Offener Erpresserbrief [...]