Redaktionelle Gewissensnot
Titel geklaut. Blog entdeckt:
«Und so bleibt den Medien und der Bewußtsein schaffenden Industrie nichts weiter übrig, als die Ereignisse, die nicht allzufern von uns ablaufen, in die normalen industriellen Prozesse ihrer Redaktionen zu werfen und routinemäßig zu verarbeiten.»
Auf dass noch viele solche Blogeinträge folgen mögen

Da kann man nur zustimmen. Entweder sind alle, die etwas zu sagen haben derzeit in Peking oder das Thema interessiert die Medien schlicht nicht. Und worüber die Medien nicht berichten, existiert halt nicht
In der NZZ heute ein lesenswerter Artikel eines eg.: “Es geht um mehr als nur um Georgien” –
“…wo die russische Armee im Kaukasus einmarschiert, verbreitet sie Angst und Schrecken. Der Begriff der Verhältnismässigkeit fehlt im Vokabular des russischen Militärs ebenso wie der Willen, auf Zivilisten Rücksicht zu nehmen. Ginge die Nato in bewaffneten Auseinandersetzungen mit vergleichbarer Kaltschnäuzigkeit zu Werke, wäre ihr der Protest der westlichen Öffentlichkeit gewiss. Das russische Vorgehen nimmt man Schulterzucken zur Kenntnis.”