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Gratiszeitungskrieg / Schweiz: Die Mittellandzeitung will laut mehr oder weniger zuverlässigen Quellen (soeben via ‘privacybox‘ hier eingetrudelt) definitiv darauf verzichten, den ohnehin übersättigten Schweizer Gratiszeitungsmarkt mit einem weiteren Gratisblatt zu beglücken.
Weiterhin im Rennen um den ‘First Exit‘ im Schweizer Gratiszeitungskrieg bleiben somit „Cash Daily“ (Ringier), „Blick am Abend“ (Ex-“heute“, Ringier), „punkt.ch“ (Media Punkt AG), „20 Minuten“ (Tamedia) und „News“ (Basler Zeitung, Tamedia).
Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob das durchwegs schlechte Image der Gratisblättli nicht doch irgendwann auf den Werbemarkt durchschlagen wird? Oder würden Sie als potenzieller Anzeigenkunde eine teuer aufgebaute Marke einfach so dem nächsten Ramschhändler vor die Füsse knallen?
Sicher, nicht jede Kritik kommt so direkt und unverblühmt daher. Vielmehr sind es die kleinen Nadelstiche und Anekdoten, wie etwa die unglaubliche Geschichte vom „roten Punkt“ (Teil 1 und Teil 2), welche in der Summe das negative Image der Gratispostillen wohl eher auch nicht aufzupolieren vermögen.
Werden Gratiszeitungen längerfristig (nicht nur in England) vor allem als das wahrgenommen, was sie in Wirklichkeit eben auch sind: Ein reales Abfall- und ein intellektuelles Müllproblem.

das „schlechte image“ wirkt sich nie auf den werbemarkt aus. denn sie sind – wie vieles, worüber man gerne die nase rümpft und sich heimlich reinzieht – eventuell gar nicht so schlecht (ZUmindest die blattmacher). Sieht man dran, dass auch diejenigen, die gerne fehler/müll/copypastejournalismus schreien, wenn sie 20min hören, die 20min lesen – sonst fänden sie all die fehler, den müll und den copypastejournalismus nicht. solange das so ist, wird die werbewirtschaft die gratiszeitungen noch lange mit den einnahmen versorgen, die die bezahlzeitungen den ständig schwindenden abonnenten aus der tasche ziehen müssen.
[...] Das ist das schöne am Bloggen, man muss sich nicht selbst täglich mit diesem ganzen Schund diesen Gratis-PR-Postillen befassen. Oder ganz nach Guru Jeff Jarvis: «Do what you do best, and link to the [...]