Journalistenschredder…

Wie weiter mit Facts 2.0 ?

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert by ugugu am April 25th, 2008

Da wurde innert 24 Stunden unglaublich viel Geschirr zerschlagen. Symptomatisch scheint mir, dass gerade die zwei ehemaligen Facts 2.0-Mitarbeiter Thinkabout und Uertner das schwerste Geschütz auffahren. Weshalb ich hier diesen Kommentar von Uertner gleich in voller Länge zitiere, obwohl er meiner Meinung nach zwar etwas über das Ziel hinausschiesst (weil auf die persönliche Ebene abdriftend) jedoch die zentralen Kritikpunkte aufgreift, die bislang von ausserhalb an dieses Projekt herangetragen wurden:

“Lieber Kurt, Als Zaungast schaue ich ab und zu in die facts.ch Spielwiese. Gewiss, das Projekt ist ein verlockendes: und dennoch klappt es nicht. Als ich nach meinem Rausschmiss sah, dass Du und David Berger nun als Kolumnisten gewonnen wurden, mochte ich es beiden gönnen, wobei David Berger einen affektierten und kryptischen Schreibstil pflegt. Dass nun ausgerechnet er bleiben darf und Du ausgeschlossen wirst mit deinen hartnäckigen Reflexionen zeigt mir, dass facts.ch nicht den Weg der inhaltlichen Qualität gehen will, sondern der schrulligen Beschäftigung von lustigen Zeitgenossen mit viel Tagesfreizeit. Natürlich ist die Redaktion überfordert und der Verlag hat einen Online-Partnervermittler (Christoph Lüscher) und eine im kommunistischen Bulgarien ausgebildete Journalistin als “verantwortliche Redaktorin” angeheuert.

Ich werde den Verdacht nicht los, dass auf “facts.ch” das unbequeme testosterongetriebene männliche Denken nicht gefragt ist und es eine Plauderspielwiese für Jung-Autorinnen werden soll. Die political correctness die sehr willkürlich von der Redaktion eingefordert wird führt wohl zu einer Selbstzensur, die zu einem downgrading des Niveaus der Debatten in den Threads führt. Und Oliver Reichenstein ist “Heilig”: er hat es selber auch in einem Thread gesagt: “Solche Plattformen sind Herrschaftsinstrumente”. Klug von der Tamedia: da die ganze Schweizer Bloggerszene auf einen Auftritt bei “facts.ch” giert, wird die Kritik in der Blogosphäre über Tamedia verstummen. Wenn man sich noch vor Augen führt, dass Tamedia nach der Fusion mit espace, das ganze Mittelland beherrscht, dann läuft dies auf eine ungeheure und unkontrollierte Macht von Christoph Lüscher und Evelina Bühler-Ilieva heraus.

Zu facts.ch lässt sich sagen: die Idee ist genial, aber es brauchte an der Spitze eine publizistische Saftwurzel, welche die Redefreiheit hoch veranschlagt und auch etwas einstecken kann. Das jetzige Personal wird von der Tamedia überfordert und verheizt. Ich grüsse alle user von facts.ch, die sich noch meiner hier erinnern: es rührt mich in dieser so schnelllebigen: DELETE-Ex-und-Hop Kultur von Lüscher&Bühler.”

Wenn ihr mich fragt, ist Facts 2.0 nur noch mit einem radikalen Neuanfang zu retten. Am einfachsten indem man eine “unverdächtige” Person aus dem Hause Tamedia an die Spitze dieses Projektes setzt. Variante zwei: Die beteiligten an diesem Arbeitskonflikt, denn nichts anderes ist es letztendlich, setzen sich an einen Tisch und überlegen, wie sie den angerichteten Schaden auswetzen wollen, allenfalls mit Hilfe eine Mediators.

18 Responses to 'Wie weiter mit Facts 2.0 ?'

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  1. David Bauer said, on April 25th, 2008 at 8:00 Uhr vormittags

    “Symptomatisch scheint mir, dass gerade die zwei ehemaligen Facts 2.0-Mitarbeiter Thinkabout und Uertner das schwerste Geschütz auffahren.”

    Über diesen Satz sollte man einen Moment nachdenken. Einerseits kann man sagen: Okay, hier haben wir die Whistleblower, die FACTS von innen kennengelernt haben, die müssen wissen, was läuft. Das ist gestern in der Blogosphäre so geschehen. Reichlich unkritisch wurde Thinkabout als einzige Quelle herangezogen und als Ausgangspunkt für wilde Spekulationen genutzt.

    Andererseits, und das ist mein journalistischer Ansatz, gilt es zu sagen: Eine Quelle, die von sich aus Informationen verbreitet, tut dies immer aus einem bestimmten Interesse. Dieses Interesse gilt es zu hinterfragen, wenn man die Information weiterverbreitet. Und vielleicht ist Thinkabout in der jetzigen Situation nicht die geeignetste Quelle, auf die man sich alleine verlassen kann.

    Wenn mir der Pressesprecher der Migros steckt, dass bei Coop bewusst Lebensmittel vergiftet werden, dann geh ich ja auch nicht hin und schreibe das sofort ins Netz. Weil ich weiss, dass diese Quelle alles andere als neutral ist und gezielt Interessen verfolgen könnte.

    Disclosure: Ja, ich bin Partei, ich bin von FACTS angestellt. Aber ich schreibe dies nicht nur als FACTS-Mitarbeiter, sondern auch als Journalist. Und wenn Blogger für sich in Anspruch nehmen (durchaus zu Recht!), Teil der öffentlichen Kommunikation und Meinungsbildung zu sein, dann gilt es minimale Grundregeln zu beachten. Dazu gehört eben: Prüfe deine Quellen und ihre Interessen. Und: Audiatur et altera pars.

  2. zappadong said, on April 25th, 2008 at 11:18 Uhr vormittags

    Auch für mich ist das in erster Linie ein Arbeitskonflikt. Entzündet hat er sich nicht zuletzt an der ziemlich unprofessionellen Art, wie man Thinkabout aus der Plattform ausgeschlossen hat. Um niemand anderen zitieren zu müssen, stütze ich mich dabei auf die Nachricht, die ich auf Anfrage nach Thinkabouts plötzliches Verschwinden von der Plattform von der Redaktion bekommen habe. Nein, ich werde sie nicht hier nicht wörtlich ausbreiten. Einfach so viel: Kein anständiger Firmenchef informiert seine freien Mitarbeiter auf eine solche Weise über den Rauswurf eines Kollegen. Allein diese Begründung war für mich Grund genug, mich schleunigst von der FACTS Plattform zu verabschieden.

    Auf die Idee mit dem Vermittler hätte man ganz zu Anfang kommen können - vielleicht sogar noch vor der Löschung von Thinkabout. Spätestens aber am Mittwochabend, als man gesehen hat, wie die Wogen hoch gegangen sind und auf beiden Seiten sehr kräftig um sich geschlagen wurde. Da wurde ganz viel verpasst!

    Meiner Ansicht nach braucht es nicht einmal einen radikalen Neuanfang. Es würde reichen, wenn man aus der Geschichte etwas lernen würde und sich dafür Zeit (und evtl. etwas mehr Personal) gönnt bei FACTS.

  3. Mike Alpha said, on April 25th, 2008 at 11:25 Uhr vormittags

    Evelina Bühler-Ilieva ? Evelina Lüscher Bühler ist richtig. Richtig ist auch, dass bei FACTS 2.0 Personen in der Verantwortung sind, die Höheres anstreben als kommunes Aggregieren. Wer phil. I studiert hat, möchte nicht als Betreuer eines Erotik-Portals oder als ewige Asisstentin an der Universität enden. Und hey, das ist doch völlig in Ordnung, man darf sich zu Höherem berufen fühlen. Wieso sollten die Beteiligten bei FACTS 2.0 diese Chance nicht wahrnehmen? Sind andere aus der Medienszene vielleicht einfach neidisch? Frustriert, weil sich Christoph Lüscher und seine Frau nicht auf ihre scheinbaren beruflichen Nischen festlegen lassen? Neidisch, weil Oliver Reichenstein eine hübsche und zivilisierte japanische Frau geheiratet hat, in Japan angekommen ist und es trotzdem schafft, sich auch aus der Schweiz bezahlen zu lassen? An die Säcke, Ihr Neider!

  4. Thinkabout said, on April 25th, 2008 at 3:58 Uhr nachmittags

    David Bauer hat mit seiner Darstellung Recht: Ich bin Partei. Völlig subjektiv. Und ich habe das mir zur Verfügung stehende Tool einer eigenen Darstellung genutzt. Warum? Genau aus den von Zappadong angeführten Gründen: Weil ich ohne Vorwarnung raus gekippt wurde und sehr schnell danach mit Verlautbarungen konfrontiert wurde, die intern zu den Gründen abgegeben wurden - und die haarsträubend falsch bis ehrverletzend waren.
    Ich hatte die Wahl, den Dingen ihren Lauf zu lassen oder meine eigene Sicht darzustellen.
    Ich habe mich für das Zweite entschieden - im vollen Bewusstsein, dass am Ende nur zwei Darstellungen einander gegenüber stehen können. Das kann man nun hoch schaukeln bis zum Erbrechen oder vernünfitg beenden.

    Es gibt auch positive Folgen: Bei FACTS2.0 werden nun Dinge umgesetzt, die man früher, zum Teil mit rüdem und beleidigendem Ton öffentlich zurück gewiesen hat, wie eine Art Führung für Neumitglieder, ein Impressum, eine Art FAQ-Seite etc. Endlich wird offener informiert und gemässigter diskutiert. Wenn die ganze Aufregung am Ende dazu beiträgt, dann will ich damit auch zufrieden sein und nehme zur Kenntnis, dass dies alt ohne mich geschieht. ich werde es überleben.

  5. Thinkabout said, on April 25th, 2008 at 4:00 Uhr nachmittags

    Nachtrag: Mit intern abgegebenen Gründen meine ich Verlautbarungen über die PN-Funktionen für User und in der Folge Kommentare in öffentlichen Diskussionen.

  6. ugugu said, on April 26th, 2008 at 6:42 Uhr vormittags

    @David Bauer

    Versteh mich nicht falsch, ich bin mir durchaus bewusst, dass du momentan so etwas wie die ausgleichende Stimme zu geben versuchst. Und das nicht einmal schlecht.

    Audiatur et altera pars in meinen Ohren. Allerdings frage ich mich dann schon, warum auf der Startseite von Facts immer noch dieses Interview mit perfiden Anschuldigungen an einen Ex-Mitarbeiter steht? Ich frage mich nicht nur, wer hat das hochgevotet, sondern auch, ob es vom journalistischen Standpunkt her korrekt ist, ein reines Whitewash-Interview auf die Startseite zu hieven, wenn man Tags zuvor der kritisierten Person den Account gelöscht hat? Und damit eine direkte Stellungnahme verunmöglicht.

    Wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen. In diesem Blog kann jeder seinen Standpunkt darlegen, wann immer ihm danach ist. Auf FACTS ist dies nur für Member vorgesehen. Was ich mit dem Uertner-Zitat belegen wollte ist einzig und allein, dass man Thinkabout wohl eher nicht in die Ecke “kurrliger Ex-Mitarbeiter” abschieben kann. Mit Coop und vergifteten Lebensmitteln hat das ganze schon gar nichts zu tun. Von einem Ex-Arbeitgeber kann man im übrigen auch ein Minimum an Loyalität verlangen, dies nur so nebenbei gesagt.

  7. David Bauer said, on April 26th, 2008 at 8:00 Uhr vormittags

    Ugugu, ich nehme an, du hast meinen Vergleich mit Coop schon richtig verstanden. Es geht mir darum, dass der Fall Thinkabout von all jenen, die FACTS aus unterschiedlichen Gründen schon kritisch gegenüberstanden, willig und vollkommen unkritisch aufgegriffen wurde, um alle Vorurteile zu bestätigen und abstruse Theorien weiterzuspinnen. Thinkabout [Anm. von Ugugu: Name entfernt, tut nichts zur Sache] wurde als Quelle eine Autorität und Glaubwürdigkeit zugestanden, die der Situation einfach nicht angemessen ist. Eine gesunde Portion Misstrauen schadet auch einem Blogger nicht, vor allem, wenn er ernst genommen möchte.

  8. ugugu said, on April 26th, 2008 at 8:49 Uhr vormittags

    David, ich hoffe es ist ok für dich, dass ich den richtigen Namen von Thinkabout in deinem Kommentar entfernt habe. Es wäre mir nicht bekannt, dass sich der genannte Blogger je damit einverstanden erklärt hätte, dass jemand seinen Namen veröffentlicht. Im übrigen werde ich auch in Zukunft meine Kritik zu Facts 2.0 anbringen, wenn ich es für nötig halte.

  9. David Bauer said, on April 26th, 2008 at 9:12 Uhr vormittags

    1. Namen tun immer etwas zur Sache, wenn mit harten Bandagen gestritten wird. Ich empfinde es auch nach wie vor als eher unangenehm, mit jemandem zu diskutieren, den ich mit ugugu ansprechen muss und von dem ich nicht die leiseste Ahnung habe, wer er ist und aus welcher Position heraus er argumentiert.

    2. Kurt hat seinen Namen vorgestern im Impressum seines Blogs veröffentlicht. Sonst hätte ich den Namen nicht hingeschrieben, weil ich den Wunsch nach Anonymität respektiere.

    3. Ich habe nie verlangt, dass keine Kritik an FACTS geäussert wird oder kritisiert, dass dies geschieht. Es geht einzig um die Art und Weise.

  10. ugugu said, on April 26th, 2008 at 10:00 Uhr vormittags

    Ugugu ist ein hundskomuner Netizen, der je länger je mehr davon überzeugt ist, dass im Internet nach wie vor hauffenweise Schindluder getrieben wird. Ugugu glaubt an viele Dinge, zum Beispiel daran das jegliche Form von Erwerbsarbeit anständig entlöhnt werden sollte. Ugugu hat fünf UBS-Aktien. Ugugu mag keine leeren Versprechungen. Ugugu sucht immer noch ein Ticket fürs EM-Eröffnungsspiel Schweiz-Tschechien.

    Wer hier ab und zu mitliest, kennt meine Positionen. Darüber hinaus ist Ugugu ein Mensch, der sein Privatleben vorläufig von seiner virtuellen Existenz trennen möchte. Ugugu mag Menschen, obwohl sie zuweilen ganz merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag legen. Vor allem im Fussballstadion.

  11. Zappadong said, on April 26th, 2008 at 5:58 Uhr nachmittags

    Ugugu ist um einiges transparenter als jene Facts-User, die bei der Einstellung ihres Portraits eine Tarnkappe anziehen (was mit einem einzigen Klick machbar ist). Sprich, in FACTS sind Leute unterwegs, von denen man nur den Nick kennt - man kann nicht einmal nachlesen, zu welchen Themen sie Beiträge geschrieben haben.

    Und so wandern durch FACTS einige Undercover-Trolle oder Spukgestalten, klicken mal hier, mal dort, um Beiträge zu bewerten (ohne Kommentare zu schreiben) und als User mit Hirn fragt man sich, ob da wohl …. ach, lassen wir es. Es ist so schönes Wetter draussen und die Blümchen im Garten spriessen, dass es eine Freude ist.

    @Ugugu: Mit Tickets kann ich Ihnen leider nicht aushelfen. Vielleicht versuchen Sie einmal, Ihre fünf UBS-Aktien gegen ein solches einzutauschen. Viel Glück. Ich halte Ihnen die Daumen.

    @ David Bauer: Grüssen Sie Angel von mir.

  12. David Bauer said, on April 27th, 2008 at 10:21 Uhr vormittags

    @Zappadong
    Diese Undercover-Trolle können ja nicht der Massstab für Transparenz sein. Mag sein, dass Ugugu transparenter ist als diese gänzlich intransparenten Trolle. Das heisst aber noch lange nicht, dass es dem entspricht, was ich an Transparenz erwarten würde von jemandem, der andere Menschen persönlich angreift und es sich dabei durchaus zu Nutzen macht, dass diese eben mit ihrem bürgerlichen Namen hinstehen.

    Ist Ugugu ein gescheiterter Journalist, der ein bisschen neidisch ist? Ist Ugugu bei der Konkurrenz angestellt? Ist Ugugu ein Professor in Kommunikationswissenschaft? Das alles würde dazu beitragen, die Äusserungen auf diesem Blog einzuordnen.

  13. Zappadong said, on April 27th, 2008 at 1:11 Uhr nachmittags

    @ David Bauer: Ugugu ist mein Haustier.

    Damit wären die Verhältnisse nun geklärt.

    Ausser jemand anders kommt daher und behauptet das Gegenteil. Zum Beispiel, dass er der erste Mensch war, der zum Mars geflogen ist.

    Ich muss aber noch beifügen, dass meine Tochter immer noch meint, Ugugu sei eine Glacésorte und mein Sohn felsenfest überzeugt ist, Ugugu sei ein neues Playstationspiel, das er sich auf keinen Fall kaufen möchte (”zu chintsch”).

    Und selbstredend ist Ugugu ein gescheiterter Journalist. Sonst würde er nicht bloggen.

    Etwas ernsthafter: Man kann nicht Transparenz verlangen und dann vor der eigenen Haustür oder in der eigenen Villa die Intransparenz durch Mausklick salonfähig machen.

    Frau Zappadong

  14. ugugu said, on April 27th, 2008 at 1:36 Uhr nachmittags

    @Danke Frau Zappadong, was eine Stellungnahme meinerseits eigentlich erübrigt, dennoch:

    David, zu deinen/euren Befürchtungen und zur allgemeinen Beruhigung. Ich bin nichts von alledem, obwohl mir “gescheiterter Professor in Kommunikationswissenschaft” recht gut gefallen würde, als Beruf. In der Informatikbranche bin ich ebenfalls nicht zu Hause, nur um einer anderen möglichen “Dolchstosslegende” auch gleich den Boden zu entziehen.

    *verwirrtumschau* Langsam kommt mir das hier vor wie ein Verhör. Wem bin ich eigentlich genau Rechenschaft schuldig? Das einzige Wörtchen, das ich bislang benutzt habe, war ‘Kontrollfreaks‘, und bezog sich auf den Umgang mit zwei ehemaligen FACTS-Mitarbeitern, und zwar so, wie es sich gegen aussen nun mal dargestellt hat. Und dann vielleicht noch auf den Stil wie mit einzelnen Bloggern in den Kommentarspalten von Facts 2.0 umgegangen wurde.

    Ja, ich weiss nicht was zur Löschung eines Kommentars von Metablog.ch geführt hat. Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass es derart gravierend war. Aber eben, die Kontrolle darüber hat einzig und allein Facts. Das bis vor kurzem fehlende Impressum und die daraus entstandene “Verwirrung” brauchen wir hier ebenfalls nicht erneut aufzurollen. Debatten über “Anonymität”, “Werbung” etc. würde man vielleicht ohnehin besser auf neutralem Terrain austragen…

    Davon abgesehen frage ich mich langsam: Was kommt eigentlich als nächstes? Verklagen aller deutschsprachigen Blogger, die ein anonymes Tagebuch führen? Weil sie es sich nicht leisten können oder wollen öffentlich diffamiert zu werden? Oder aller Blogger, die nicht bei Facts 2.0 aggregiert sind ? Hallo? Bloggen ist für mich dann doch eher ein Hobby, denn eine Vollzeit-Beschäftigung. Freut euch doch über den Input von aussen, ich werde mir Mühe geben dies auch in Zukunft in allem Anstand zu tun. Mehr als Gratis-Consulting kann ich leider aber nicht bieten.

    Vielleicht noch ein Wort zum Thema Anonymität. Mein Pseudonym Ugugu hat einen ganz profanen Hintergrund: Ich kann es mir aus beruflichen Gründen nicht leisten, auch nur im entferntesten in Zusammenhang mit irgendwelchen “Hassblogs” gebracht zu werden. Die Stellungnahme von FACTS in der Sargnagelschmiede betrachte ich als einmaligen Ausrutscher, und werde mich weder jetzt noch irgendwann in Zukunft von solchen Äusserungen angesprochen fühlen. “Undercover-Troll” gefällt mir hingegen nicht schlecht. Ugugu noch besser.

  15. Matthias said, on April 27th, 2008 at 4:02 Uhr nachmittags

    Ich erlaube mir, hier auf einen älteren Blog-Beitrag von unkultur hinzuweisen. Irgendwie immer das gleiche Lied: Wo Reichenstein die Finger drin hat, werden Benutzer kommentarlos gelöscht und anschliessend beleidigt.

  16. Gert Leber said, on April 28th, 2008 at 5:22 Uhr vormittags

    Character assassination is an intentional attempt to influence the portrayal or reputation of a particular person, whether living or a historical personage, in such a way as to cause others to develop an extremely negative, unethical or unappealing perception of him or her. By its nature, it involves deliberate exaggeration or manipulation of facts to present an untrue picture of the targeted person. For living individuals, this can cause the target to be rejected by his or her community, family, or members of his or her living or work environment. Such acts are typically very difficult to reverse or rectify, therefore the process is likened to a literal assassination of a human life.

  17. Matthias said, on April 28th, 2008 at 9:00 Uhr vormittags

    @Gert, hier gibt’s ein schönes Beispiel für character assassination.

  18. [...] Blog ausdrücklich den Machern von Facts 2.0 ans Herz legen, mit denen mich spätestens seit der Affäre Thinkabout eine spezielle Art von Freundschaft verbindet. « [...]

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