Journalistenschredder

Buonanotte

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am April 15, 2008

Medien haben einen Einfluss. Die Exil-Italiener in Europa haben Silvio Berlusconi gestern wie vor zwei Jahren nochmals einen beeindruckenden Arschtritt verpasst. Ginge es nach ihnen, hätte Veltronis Mitte-Links-Bündnis einen komfortablen Sieg errungen. Aber eben, in Italien war es genau umgekehrt. Gerade jetzt wo die ganzen Berlusconi-Arschkriecher wieder ihr breites Grinsen auf sämtlichen TV-Kanälen ausbreiten, lohnt es sich nochmals Marco Travaglio zuzuhören, wie Italiens Medienlandschaft funktioniert…hüstel…nur Italiens?

6 Antworten

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  1. mds sagte, am April 15, 2008 zu 9:42 am

    Wieso dürfen Bürger, die nicht (mehr) im ursprünglichen Heimatland wohnen, überhaupt abstimmen und wählen?

  2. Zappadong sagte, am April 15, 2008 zu 11:59 am

    Ich war vor drei Wochen dort.

    Staatsfernsehen, Rai Uno:
    - Der Wetterbericht wird von einem uniformierten Militärangehörigen präsentiert (ich musste kurz nachgucken, ob ich wirklich in Italien war)
    - Während der Morgennachrichtensendung durfte ein als Sprecher getarnter Herr drei neue Autotypen in ziemlich langen Spots als redaktionellen Teil verkaufen
    - Es gibt immer noch in praktischer jeder Show diese halbnackten Damen mit glänzenden Lippen, die kokett ihre Haare zurückwerfen.

    In der Pizzeria lief der Fernseher. Berlusconi hier, Berlusconi dort, Berlusconi überall. Eine einzige Show, ein einziger, endloser Werbespot.

    Wieso die Italiener so einen wählen, entzieht sich meinem Vorstellungsvermögen.

  3. Flabber sagte, am April 15, 2008 zu 12:42 pm

    Schön, dass du diese Fernseh Shows mit diesen Italiener Damen ansprichst, kann mir jemand erklären worum es da geht. Stehe ein bisschen auf dem Schlauch, weil mein französisch recht eingetrocknet ist. Habe mir die schon mehrere male angesehen, komme aber zu keinem vernünftigem Nenner!

  4. ugugu sagte, am April 15, 2008 zu 1:03 pm

    @zappadong
    Wobei uniformierte Wetterfeen gerade noch sympathische Erscheinungen sind im Gegensatz zu devoten Speichelleckern wie Bruno Vespa….

  5. Zappadong sagte, am April 16, 2008 zu 6:23 am

    Also, ich fand den Uniformierten schon recht krass.

    @ Flabber: Die Damen sind Deko. Man kann in Italien Karriere machen als solche Dekoware. Ihr alleiniger Zweck: Sexy sein. So wie die Damen beim Genfer Autosalon. Viele der sexy-Damen heiraten dann reiche und einflussreiche Leute.

    Das ist übrigens ganz im Sinne von Berlusconi. Während einer TV-Show von einer Studentin befragt, wie sie mit ihrem Gehalt, das sie einmal verdienen wird, überleben soll, hat er ihr geraten, seinen Sohn zu heiraten – oder einen Mann wie seinen Sohn.

  6. Italien. Wahlen. Der Tag danach. sagte, am Juni 18, 2008 zu 12:18 pm

    [...] Schulterklopfen und die Fischfrau hat mir lachend an den Haaren gezogen. Die Stimmung ist gut, Ugugu. Wir sind prächtig gelaunt. [...]


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