Was hat Qualitätsjournalismus und Fairblogging mit Kuba zu tun?
Vor kurzem hat die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez, deren Blog man auch in Deutsch und Englisch lesen kann muss, folgenden Blogeintrag hinterlassen:
Macht Euch keine Sorgen, wenn ich für ein paar Tage nicht im Cyberspace bin. Ich bin gerade dabei einen Blogservice aufzubauen, damit Leute aus Kuba ihre eigenen Posts schreiben können. Wollen wir doch mal sehen, wer von den Verrückten mitmachen will… Bis jetzt habe ich sieben Leute überzeugt…
Die Themen werden unterschiedlich sein. Kultur, Gesellschaft, Persönliches, so wie das, was ich hier gerade mache. Die Kommentare: offen und demokratisch, sogar für die, die ihre Beschimpfungen los werden wollen. Die Ziele: die Vielfältigkeit, die Meinungsäußerung und die Therapie zu sagen was man denkt. Klingt doch gut, oder?
Diese Sätze sind mir in den letzten Wochen mehrfach durch den Kopf gegangen, und lassen mich dieser Tage erst recht nicht mehr los. Erst fegte die ganze Debatte um anonyme Kommentare über die Deutsche Blogosphäre. Eine Woche später sorgt sich auf einmal die Verlags-Szene um Qualität im Onlinejournalismus, wobei interessant zu beobachten ist, wer denn eigentlich die ganze Qualitätsdebatte in die Medien Holzmedien trägt. In erster Linie Blogger: Don Dahlmann in der „Welt„, Falk Lücke im „Journalist“ und Frank Überall in der „taz“ (…ok, auch a bisrl Marketing fürs Buch dabei). Andere Blogger wiederum lancieren Initiativen wie Fairblogging und geraten sich darüber in die Haare: hier und hier.
Ich lese das alles und komme zu keinem schlauen Fazit, ausser vielleicht diesem:
Ich zähle mich lieber zu den Verrückten, wie Yoani Sánchez, wer macht mit?

bin dabei!
cya
mwi
Danke mwi, dann sind wir schon zu zweit.
jetzt zu dritt.
Nun ja. „Wer die Debatte in die Medien trägt“…? Ich glaube, zumindest in meinem Fall sagen zu dürfen, dass ich selbst Teil «der Medien» bin. Wie auch die meisten anderen Journalisten, Blogger etc.
@Falk Lüke
Ich mach mal Holzmedien draus, darunter vestehe ich Printmedien und die ihnen angegliederten Webprojekte.
War das im übrigen eine Anmeldung? Damit wäre der aktuelle Stand vier.
Nun, verrückt war ich immer schon – aber jetzt scheinbar verrückt genug, nicht zu verstehen, wo ich mich nun für was anmelden könnte. Bitte um Erklärung, ähm, will sagen, Erlösung.
Die Idee war eigentlich herauszufinden, ob es möglich ist, im deutschsprachigen Raum mehr verrückte Blogger zu finden als in Kuba. Dort gibt es laut Bloggerin Sanchez sieben Stück. Das wird nicht einfach, aber wenn Frau Zappadong sich offiziell für Verrückt erklärt, dann sind wir bereits fünf. Oder vier, weil Herr Lükes offizielle Bestätigung noch ausstehend ist.