Journalistenschredder

Journalismus- oder „Bullshitjobs“ ?

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Februar 7, 2008

Man muss sich ja direkt Sorgen machen um die Ostschweizer Medienlandschaft. Heute schicke ich den „St. Galler Nachrichten“ und den „Bodensee Nachrichten“ mal ungefragt die „Rules of Engagement“ des Schweizer Presserates. Damit sie nicht zu viel Zeit damit vertrödeln, zitiere ich hier gleich die entscheidenden Passagen:

Journalistinnen und Journalisten redigieren grundsätzlich keine Publi-Reportagen, damit ihre berufliche Glaubwürdigkeit nicht beeinträchtigt wird. Sie berichten nicht anders als sonst über Anlässe, bei denen das eigene Verlagshaus Sponsor / in oder „Medienpartner /in“ ist. (10.2)

Sie vermeiden in ihrer beruflichen Tätigkeit als Journalistinnen und Journalisten jede Form von kommerzieller Werbung und akzeptieren keinerlei Bedingungen von seiten der Inserenten. (10)

Nimmt mich jetzt wirklich einmal wunder, wie man solche Stelleninserate rechtfertigt. Und dann geht auch noch eine Mail an den Schweizer Presserat raus, die werden dazu doch bestimmt eine pointierte Meinung haben? Wenn das so weiter geht, eröffne ich demnächst die Rubrik „Bullshitjobs“. Bislang erschienen in dieser Serie: „Golden Moments“ im PR-Praktikum“ und „Bonkerbitch“ im PR-Laden„.

4 Antworten

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  1. Martin sagte, am Februar 7, 2008 zu 12:37

    Da hätt ich auch noch was dazu: Was macht eigentlich ein PR-Journalist bei einer Zeitung?

  2. Chat Atkins sagte, am Februar 7, 2008 zu 4:47

    Naja – das eine ist die Ethik. Und die Stellenanzeige, das ist eben die Realität.

  3. wayne sagte, am Februar 7, 2008 zu 4:55

    Vergebliche Mühe. Man kann sich’s auch einfacher machen mit der „ostschweizer Medienlandschaft“. Die Zehnder-Medien-Werbekatapulte einfach nicht zur Presse zählen… „Journalismus“ wurde dort noch nie praktiziert. Wissen auch alle Leser…

  4. ugugu sagte, am Februar 7, 2008 zu 6:44

    @Martin: Danke

    @Chat: Kann ja nicht schaden, der Realität ab und zu etwas Ethik unter die Nase zu reiben ;-)

    @Wayne: Hoppla, ein ostschweizer Medienkenner. Persönlich habe ich die zwei Blättchen ja noch nie zu Gesicht gekriegt. Und das darf von mir aus auch so bleiben.


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