Journalistenschredder

NZZ schickt neue Blogger ins Blogcamp

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 30, 2008

Bei den ‘NZZ Campus Blogs’ weiss man ja nie so genau, woran man ist. Geht es um eine Art Talentschmiede für neue Schreibkräfte, geht es um reines Blog-Sponsoring (Venture/Sam), oder will die NZZ damit lediglich den StudiVZ-Abklatsch zeeya.net promoten? Wie auch immer, ich liebe erste Blogeinträge, und da die NZZ gleich sechs neue Blogger ins Rennen schickt, habe ich diese kurz abgecheckt. Maria AXA Winterthur schreibt:

Ab Januar 2008 werde ich nebst einer neuen Stelle als Graduate im Marketing auch einen Blog beim NZZ Campus bekommen.

Was doch immerhin ein Hinweis darauf sein könnte, dass es sich um gesponserte Blogs handelt. Absolut gelungen finde ich Dirk BCG Zürichs Einstieg ins Bloggerleben unter dem Motto: F…you, ich geh erst mal in die Ferien:

Zum einem erholsamen Urlaub gehört es daher auch, dass man Blackberry und Mobiltelefon mal zur Seite legt [...] Und so freue ich mich schon jetzt auf Februar, wenn ich umso regelmässiger diesen Blog updaten kann. [Anm. von Ugugu: dieser Blogeintrag wurde unterdessen gelöscht]

Petra Wüst Consulting wiederum legt wert darauf, sich erst einmal selbst zu „branden“:

Was hier passiert, ist „branding“ oder eben „brandmarken“ in reinster Form, zwar ohne Brenneisen, aber deshalb nicht minder wirkungsvoll

Auf diesen Schock brauch ich erst mal einen doppelten Brandy. Prost! Danke. Weiter im Text, denn Neublogger David ist auch ein ‘Service Public’, und hat sich ganz spontan den Vorsatz genommen, die Feierlichkeiten rund um das Uni-Jubiläum blogtechnisch abzudecken. Die Neue Zürcher Zeitung wird ja oft verniedlichend (oder abwertend, je nachdem) die ‘alte Tante’ genannt……moment, ich weiche ab, also David schreibt:

Und für die nächsten zwei Monate sind in Zürich zahlreiche Symposien, Ausstellungen, Präsentationen und Festlichkeiten rund um den Geburtstag der alten Dame angesagt. Aus diesem Grund hat sich die Redaktion von NZZcampus freundlicherweise dafür entschieden, mich während dieser Zeit zum 175-jährigen-Korrespondenten zu machen.

Wenn die so freundlich sind bei der ‘alten Tante’ (nicht abwertend gemeint), dass man über alte Damen bloggen darf, dann bin ich halt auch mal freundlich zur NZZ. Beziehungsweise zu einem der neuen Campus-Blogger: Jonas nämlich, der erstens seine Privatsphäre zu schützen weiss (siehe Foto) und meiner Einschätzung nach absolut das talentierteste NZZ-Blog-Küken ist:

Die Story des perversen Campus-Polizisten machte schnell die Runde unter den Studierenden…

Aber die anderen werden sicher noch einige Zacken zulegen, da bin ich absolut extrem felsenfest überzeugt.

Und überhaupt: Welcome to Blogosphere!

6 Antworten

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  1. Jonas sagte, am Januar 30, 2008 zu 6:49

    vielen Dank fürs Reinschauen und die Blumen. Jetzt muss ich den Post wohl stehen lassen, hm. Dabei wollt ich den doch ersetzen.

    lg

  2. ugugu sagte, am Januar 30, 2008 zu 7:06

    Nix da, zeig denen wie’s geht. Appropos „Perverse Campus-Polizisten“, gibts bei NZZ Campus eigentlich so etwas wie inhaltliche Richlinien. Oder darfst Du auch mal schreiben: „Hab neulich den Artikel von XY im Folio gelesen, XY ist wohl Folienraucher“

  3. Jonas sagte, am Januar 30, 2008 zu 7:16

    es gibt tatsächlich bestimmte Richtlinien, aber da werd ich bestimmt nicht alles ausplaudern ;) wir sind frei, solange die Beiträge frei des üblichen Unerwünschten sind ..
    die Auseinandersetzung mit Bildungs- und Hochschulpolitik ist erwünscht, mit internationaler Politik eher weniger. wobei das Phänomen der blutjungen Studentinnen, die ihr Kufiya bei H&M einkaufen, wahrscheinlich ein Grenzfall ist

  4. ugugu sagte, am Januar 30, 2008 zu 7:41

    Bloggerregel NR 1. In Blogs gibt es nichts unerwünschtes
    Regel Nr 2: Richtlinien sind zum brechen da…
    Regel Nr 3. In meinen Kommentarspalten darf man alles beichten, jetzt wo wir doch gerade so nett und privat hier am plaudern sind…

    Hab gar nicht gewusst, dass H&M Kufiyas verkauft, hab gemeint die haben nur Burkas im Sortiment…

  5. [...] Und dann kommt mir noch eine andere Frage wieder in den Sinn, die ich schon fast verdrängt hatte: Wozu dienen eigentlich die NZZ-Blogs? « Just in case [...]

  6. [...] viele. Die Klicks und Visits dürften grossmehrheitlich durch die bloggenden Studis und ‘Corporate-Blog-Prakties‘ selbst generiert werden. Blogs sind gut, Blogs bringen Suchmaschinentraffic – aber eben auch [...]


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