Journalistenschredder

Il piccolo Berlusconi…

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Februar 8, 2010

schnappt sich die Basler Zeitung. Die Abokündigungen trudeln noch zögerlich ein (siehe Kommentare unter dem Artikel, der wohl bald im Archiv landen wird). Das Potenzial an Sofortkündigungen würde ich auf zehntausend Exemplare schätzen. Mittelfristig werden nochmals zehntausend Abos wegfallen. Was Metropolen wie Chicago vorexerzierten, wird jetzt erstmals in der Schweiz durchgespielt: Die erste Stadt ohne ernstzunehmendes publizistisches Angebot.  Zeitungsfreie Zone quasi. Vielleicht nimmt sich jetzt mal jemand die Mühe,  Tito Tettamantis Rolle als Superspekulankster und Aufstiegsgehilfe Silvio Berlusconis historisch sauber aufzuarbeiten?

In Supino we Trust

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Februar 5, 2010

Eben noch vom «Schweizer Journalist» als «Verleger des Jahres» geadelt (Für was eigentlich? Den Abbau von 200+ Journijobs, oder für die Newsnetzisierung der Schweiz?), unterdessen im Visier der deutschen Steuerfahnder:

«In den Unterlagen, die der FTD vorliegen, taucht mehrmals der Name Supino auf. Er hat etliche Schriftstücke rund um den Moonstone-Trust unterzeichnet. Heute ist Supino Präsident des zweitgrößten Schweizer Verlags, Tamedia. Auf Nachfrage lässt er über einen Sprecher erklären, er könne sich nicht mehr konkret an den Fall erinnern. Seine Nachforschungen hätten aber ergeben, dass er tatsächlich Dokumente den Moonstone-Trust betreffend unterzeichnet habe. Er sei sich aber sicher, dass alle vorgeschriebenen Richtlinien befolgt worden seien.»

Nur die «WoZ» war schon zwei Jahre früher an der Story, ziemlich wortkarg gab sich Supino aber schon damals:

«Pietro Supino nimmt zu Ihrer Anfrage, die ihm nichts sagt und die seine Tätigkeit als Juniormitarbeiter von Bär & Karrer betrifft, keine Stellung», sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer. «Überdies ist Pietro Supino an seine anwaltschaftliche Schweigepflicht gebunden.»

In Tamedia we Trust?

Credits für den Hinweis an den Twitterer und Erfinder der Steuerbetrüger-CD Bloggingtom.

Mr. President, help Internet in Italy

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Februar 5, 2010

Ui fein, das westschweizer Fernsehen berichtet in einem kurzen Beitrag über Berlusconis Zensurpläne. Der Plan geht so: Wer in Zukunft Videos ins Internet streamt, also Berlusconis TV-Monopoli in Frage stellt, braucht künftig eine staatliche Lizenz. Ziemlich durchgeknallte Idee, wenn man sich das mal so durch den Kopf gehen lässt. Zu Wort kommt im Bericht auf TSR übrigens Blogger, Internetaktivist und Journalist Enzo die Frenna, der am 20. Februar ein grosses Tam-Tam vor der amerikanischen Botschaft in Rom organisieren will.

Die Botschaft an Internetobelfriedenspräsident Obama lautet: «Mr. President, help Internet in Italy». Die Auflage der Behörden: Mehr als 60 barfuss aneinandergekettete, trommelnde und tanzende Internetianer vor der US-Botschaft geht dann öppen gar nicht -  security,  capito! Weshalb Italiens Blogger darauf zählen, dass die Protestaktion umso mehr im Netz für Furore sorgt. Mein bescheidener Beitrag dazu wäre hiermit geleistet.

Jura Libre

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Februar 3, 2010

Nur dank diesem erfreulichen Entscheid, bin ich heute über dieses Lied gestolpert. Mal gucken, ob die Band noch eine Scheibe auf Lager hat, sonst halt am 20. März an die grosse Juhuraguren-Fete in Delémont. Jiha!

Mani still Matters

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Februar 3, 2010

Weiss doch jedes Kind.

Ich bin auch ein Mielke

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Februar 2, 2010

Liebe Blogleser, tut mir leid, künftig werde ich jeden einzelnen von euch überwachen, vor allem diejenigen, die hier freche Kommentare hinterlassen. Oder wie soll ich dieses merkwürdige Bundesgerichtsurteil verstehen? Überhaupt ist es unheimlich still geworden um die ganzen Internetschnüffelgesetze, deren technische Umsetzung ja unterdessen abgeschlossen sein dürfte. Journt mal, gopf.

Dowdy Kitchen Man

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Februar 1, 2010

(via)

Breaking News from broken Business

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 29, 2010

*Eildepesche vom WEF* ♪♫ Leise pieselt das Reh… ♪♫ Sind wir schon auf Sendung? Pardon, peinlich, peinlich, könnt ihr das noch rausschneiden? Und was war nochmals die Meldung? Ach so, genau: Im Internet findet kein Journalismus statt, er wird aber bald durch mobile Geräte mit Bezahlfunktion entdeckt. *Eildepesche Ende*

Burtscher on Mars

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 29, 2010

Die Mars-Soziety plant ein Abmahn-Camp: Unser Cervelatpromisnachwuchs will sich bis zum Mars durchklagen.

Quajou

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 28, 2010

Dingdong! Noch wer da? Sachen gibts…

*Hüstel*

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 27, 2010

Wer übrigens mein Buzz-Formular benutzt (siehe auch rechts in der Navigation) und eine Antwort erwartet, wie gestern jemand, sollte übrigens eine gültige Email hinterlassen, weil sonst wird’s relativ schwierig mit antworten. Ansonsten darf mein toter Briefkasten auch weiterhin anonym benutzt werden, solange keine Briefbomben oder virenverseuchte Attachements hinterlegt werden. Hiermit sei auch mal ausdrücklich dem anonymen Spender gedankt, der vor längerem ein lustiges Arbeitspapier einer grösseren Schweizer Zeitung hinterlassen hat. Warum ich den heissen Buzz damals nicht sofort verbloggt habe, weiss ich jetzt auch nicht mehr so genau. Was aber nicht heisst, dass man solchen Kram künftig für sich behalten soll. Denn nicht vergessen: In Journischredderei we trust.

WTF?

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 27, 2010

So viel ungefilterten Ethnoquark in einer Sendung, das gab’s noch nie. Oder war das nur ein Albtraum? (pardon: Alptraum). Um nur eine Pointe aus dem gestrigen Zischtigsclub rauszupicken: Die Schweiz könne ihre Identität nur in Abgrenzung zu den Deutschen finden, das sei schon immer so gewesen, behauptete unwidersprochen Wewo-Hobbyhistoriker Markus Somm und verwies dabei in milošević’scher Manier auf die Schlacht auf dem Amselfeld Schwabenkriege.  Wenn wir unsere Identität also nur in Abgrenzung zu den Deutschen,  Habsburgern, Franzosen, Italienern, Uiguren oder wem auch immer finden können, was sind wir dann eigentlich genau: Ausserirdische grüne Männchen mit Nummernkonto? Oder doch vielleicht Neobrazis.

Zitrone ausgepresst

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 26, 2010

Wenn die traurigen Clowns vom Cirque du Tamipresse den letzten Saft aus ihren Zitronen vom Genfer- bis an den Bodensee gepresst haben (sprich: pleite sind),  heisst es dann plötzlich: «Too big to fail» oder «too failed to read»?

Armselige Armutsdebatte (II)

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 25, 2010

Kurzer Nachtrag: Eine Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass in der Schweiz ein Arbeitsloser, der zweieinhalb Jahre arbeitslos gewesen ist, um 45 Prozentpunkte seltener eingeladen wird zu einem Einstellungsgespräch als ein Beschäftigter. Weiter heisst es in dieser Studie, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Einstellungsgespräch bei Langzeitarbeitslosen, die über 30 Monate ohne Arbeit waren, so gering ist, dass es kaum noch Sinn hat, sich zu bewerben. In den Vereinigten Staaten sei diese Form der Diskriminierung hingegen nicht zu finden. [via]

Ĉu esti aŭ ĉu esti ne

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 22, 2010

Seit ich dieses, zugegeben, leicht surreale Video (unbedingt gucken) von Claude Piron gesehen habe, bin ich irgendwie doch sehr fasziniert, wenn nicht gar überzeugt, dass ich eines Tages Esperanto lernen werde. Warum nicht gleich damit anfangen? Die Verbformen sind ja schon mal Pipifax. Ein paar Links für Einsteiger gibts hier.

Überhaupt wäre Esperanto ideal, um die national segregierten Bloggosphären zu knacken. Vorschlag: Jeder Blogger verlinkt hierher und piekst sich anschliessend ein paar Stunden in den Hintern. Sollte in ein paar Stunden zu schaffen sein. Danach kümmern wir uns dann um den Weltfrieden. (Kann das mal jemand in Esperanto übersetzen?)

Update I: Noch ein Kurs für Einsteiger gefunden, der mir für die ersten Schritte geeignet scheint. Immerhin lernt man dort in Lektion 38 bereits so schöne Sätze wie: «Alportu al ni tri glasojn de la ruĝa vino kaj al nia avino plian brandon», was soviel heisst wie: «Bringe uns drei Glas Rotwein und unserer Großmutter noch einen Schnaps.»

Update II: Für Minimalisten und Sprachlernverweigerer gibt’s sonst auch noch Toki Pona. Luka tu tu, luka luka!

You hunter gatherer?

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 21, 2010

(via)

Qualitätsgedöns

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 21, 2010

Und dann war da noch dieser Satz aus der Medienlese dem Stilstand, den ich hier schon lange mal reinpasten wollte:

«Medien formieren damit Parteien oder Zustimmungsgemeinschaften, sie sind immer für ein bestimmtes Publikum geschrieben, das ähnliche Erfahrungen machte und untereinander wenig Differenzen besitzt.»

Den ganzen Kontext dazu gibts hier.

Abzocker-Initiative bleibt Abzockerinitiative

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 20, 2010

Gestern während der Tagesschau erstmals aufgefallen: Irgendein Kommunikationsfuzzi hat den Gegnern der Abzocker-Initiative nahe gelegt, im offiziellen Sprachgebrauch strikte von der «Minder-Initiative» zu sprechen. Diese semantische Lautverschiebung ist natürlich Quark: Wir stimmen nicht über den Initiator der Initiative ab, sondern über die im heutigen Aktienrecht systematisch die Abzockerei begünstigenden Paragrafen.

Interessant wird in den kommenden Wochen zu beobachten sein, ob und wie sich dieser Weichspühlbegriff in den Medien langsam einschleicht. Immerhin war in der gestrigen Tagesschau bereits von der «sogenannten» Abzocker-Initiative die Rede, obwohl es an diesem Begriff nun wirklich nichts rumzudeuteln gibt. Von mir aus eidgenössische Initiative ‘gegen die Abzockerei’, oder halt eben Abzocker-Initiative, alles andere ist Schwurbel.

Update: Soeben bringt mich feynsinn auf die Idee, wie man die Evolution der beiden Begriffe bis zur Abstimmung einigermassen sinnvoll nachverfolgen kann: Abzocker-Initiative vs. Minder-Initiative. Interessant, oder?

Biedermann und die Brandstifter

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 19, 2010

Die (Welt)woche ist gerettet: 94 Prozent aller Häftlinge in der Schweiz sind Männer. Schlüer, Mörgeli, Müller & Co läuft der Sabber Literweise vom Kinn. Fantastische Gefängnisstatistiken für fanatische Zahlenschubbser.  Allerdings verlange ich vom Bundesrat eine Gesamtkostenrechnung über die bereits im Gesetz festgeschriebenen Tranquilizer Namens Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht – also die monatelange Knackisierung unschuldiger Menschen.

Bereits 7 Prozent aller Gefängnisinsassen sind schuldig im Sinne des dringenden Tatverdachts, ihr Nichtschweizersein nicht ausradieren zu können. Rechnung bitte ans Parteisekretariat aller bürgerlichen Parteien, wobei mindestens 50 Prozent der Kosten von der SVP zu berappen sind. Mir wird gerade etwas sturm im Kopf, wenn ich an die völkerrechtswidrige Ausschaffungsinitiative denke, über die wir demnächst abstimmen dürfen müssen. Die quotengeilen Biedermänner (Tamedia) und die Brandstifter (Weltwoche) stehen bereits Spalier.

Früher war alles besser

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert von ugugu am Januar 19, 2010

Neulich in der Publizistikvorlsung: ratata, ratata – pling! ratatata, ratatata – pling! (War offenbar eine Informatikvorlesung, aber mit einer kleinen Notlüge passt es hier thematisch besser ins Blog.) (via)